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Konferenzbericht von der "International Conference on Organometallic Chemistry (ICOMC)" (18.-23.07.2010), Taipeh (Taiwan)

 

 

von Esther Schuh

 

 

Die „International Conference on Organometalic Chemistry“ in Taipei war mit 114 Vorträge und 379 Posterbeiträgen gut besucht. Ein großer Teil der Teilnehmer kam aus dem asiatischen Raum und Australien, aber auch aus Europa, Nordamerika und Südafrika. Die sechs Plenarvorträge von führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Organometallchemie, dem Nobelpreisträger Richard R. Schrock (USA), Christian Amatore (Frankreich), Hiroharu Suzuki (Japan), Tien-Yau Luh (Taiwan), Jose Barluenga (Spanien) und Michael Grätzel (Schweiz) waren informativ und interessant.

Ein Hauptthema der Tagung war zweifelsfrei die Katalyse einfacher organischer Reaktionen mit den unterschiedlichsten Metallverbindungen. Auch wenn ich mich in meiner Dissertation nicht mit der Katalyse beschäftige, konnte ich mir doch Anregungen für mein eigenes Projekt holen. N-heterocyclische Carbene, mit denen ich mich beschäftige, werden häufig als Liganden für die Katalyse verwendet. Meist sind es einfach herzustellende Metall-Carben-Verbindungen, die auch auf ihre biologische Aktivität hin getestet werden können. Dadurch gab es in den Vorträgen und bei vielen Postern interessante N-heterocyclische Carben-Verbindungen: zum Teil mit denselben Substituenten, die ich für meine Arbeit verwende, zum Teil auch mit Substituenten, die andere Eigenschaften aufweisen und eine Erweiterung meiner Arbeit werden können. Die Vorträge von F. E. Hahn und Murray V. Baker waren für mich besonders interessant, da ich viele Artikel von ihnen kenne und mit einigen der Verbindungen aus diesen arbeite. Ich hatte Gelegenheit, ein paar Worte mit ihnen zu wechseln.

Bei der Präsentation meines Posters hatte ich die Gelegenheit mit Professoren, Postdoktoranden und Doktoranden zu diskutieren und ihnen meine Arbeit vorzustellen. Aber auch die Pausen zwischen den Vorträgen boten Gelegenheit, sich mit anderen auszutauschen und über Erfahrungen und Probleme zu diskutieren. Ich lernte einige nette Menschen kennen und auf der Taipei City Tour, die zum Konferenzprogramm gehörte, auch einen Teil der Geschichte und der Stadt von Taipei.

Abschließend kann ich sagen, dass sich die Reise zur ICOMC und nach Taipei für mich sowohl für meine Arbeit, als auch in kulturellem Sinne gelohnt hat. Ich hatte schöne Tage in Taipei und habe neue Anregungen für meine Dissertation erhalten. Außerdem war es mir möglich, das schöne Land und die interessante Kultur kennenzulernen.