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Maria Hinzmann M.A.

Germanistik/Allg. Literaturwissenschaft

E-Mail: m.hinzmann{at}uni-wuppertal.de

 

 

Kurzbiographie

  • 2003-2010: Studium der Neueren deutschen Literatur, Französischen Philologie und Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Berlin und Paris.
  • 2010: Koordination des Projekts „Literarische Übersetzungen als Mittel der Kulturvermittlung“ im Rahmen des DAAD-Programms „A New Passage to India“; dreimonatiger Aufenthalt in Delhi im Rahmen des Projekts.
  • 2011-2013: Stipendiatin der Graduiertenförderung der Bergischen Universität Wuppertal
  • Seit 2013: Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Mentorin im Fach Germanistik (Programm „Qualitätspakt Lehre: Die Studieneingangsphase“, BMBF)

Titel und Abstract des Dissertationsprojektes

Topik als Heuristik zwischen Modellierung und Operationalisierung: Topoi deutschsprachiger Indienreiseberichte um 1900

Betreuerinnen: Prof. Dr. Ursula Kocher, Prof. Dr. Anita Traninger

Das Ziel des Dissertationsprojekts ist die Untersuchung argumentativer Muster als Topoi in einem bisher weitgehend unerforschten Untersuchungskorpus deutschsprachiger Indienreiseberichte um 1900. Die Studie zeigt ausgehend von ihrer doppelten Zielsetzung zum einen, dass das von der bisherigen Forschung weitgehend ignorierte Korpus einen in vielfacher Hinsicht facetten- und aufschlussreichen Untersuchungsgegenstand darstellt – z. B. im Hinblick auf den (Britischen) Kolonialismus. Zum anderen wird verdeutlicht, wie sich dieses Korpus mittels der Topik als Heuristik im Hinblick auf argumentative Rekurrenz- und Kohärenzmuster analytisch erschließen und damit für eine weitergehende interpretative Auseinandersetzung nutzen lässt.

Vor diesem Hintergrund führt Abschnitt I sowohl in das Korpus als auch in grundlegende Überlegungen zur Auffassung der Topik als Heuristik ein. Den Kern der Studie bilden die Abschnitte II und III. In diesen werden die beiden für das Korpus zentralen Topiken (die Indien- sowie die Reiseberichts-Topik) anhand von insgesamt ca. 160 (re‑)konstruierten Topoi entfaltet. Abschnitt IV systematisiert die im (Re‑)Konstruktionsprozess beider Topiken auffälligen Funktionsweisen von Topoi (Amplifikation und Reduktion, Distribution, Kombination). Abschnitt V ist der weitergehenden Analyse und Interpretation des Untersuchungskorpus auf Basis der erarbeiteten topischen Strukturen sowie den Potentialen der Topik als Heuristik auf verschiedenen Ebenen gewidmet.

Vortragstätigkeit

  • 27.09.2019, „Die Operationalisierung der Topik als Heuristik: Ein philologisches Modell zur Analyse von Rekurrenzmustern in Diskursen“, 11. Jahrestagung der Gesellschaft für germanistische Sprachgeschichte: „Historische Text- und Diskurssemantik“, 26.-28.09.2019, Universität Vechta
  • 19.09.2019, „Zwischen rhetorischer Tradition und Digital Humanities – Potentiale und Grenzen einer ‚digitalen Topik‘“, Nachwuchstagung „Digitalität, Daten, Digital Humanities“, 18.-20.09.2019, Humboldt-Universität zu Berlin
  • 13.09.2019, „(Außer-)Ordentliches Paradies? Ambivalente Kombinatorik der abundantia in frühneuzeitlichen Quellen über ‚Indien‘“, Workshop „Gegen die Ordnung: Literarische und visuelle Topoi der Natur in der Vormoderne“, 13./14.09.2019, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 06.06.2019, „Forschungstopoi versus Stereotype? Potentiale der Topik als Heuristik für die Vermittlung von Objekt- und Metasprache“, Initiative von sieben institutionsübergreifenden, interdisziplinären Forschungsverbünden „Spot the Stereotype!“, 06./07.06.2019, Freie Universität Berlin [Link zum Beitrag]
  • 09.11.2016, „Das Topische des Atopischen: Indienreiseberichte zwischen ‚Spurenlesen‘ und ‚Spurentilgung‘ im 19. Jahrhundert“, Tagung „(Off) The Beaten Track? Normierungen und Kanonisierungen des Reisens“, 09.-11.11.2016, Universität Koblenz-Landau
  • 26.09.2016, „Zwischen ‚prächtigsten Beleuchtungseffecten‘ und ‚weder Pinsel noch Feder‘: Theatralisierung des Fremden und Grenzen der Darstellbarkeit in Indienreiseberichten des späten 19. Jahrhunderts“, Deutscher Germanistentag, 25.-28.09.2016, Universität Bayreuth
  • 23.07.2016, „Kolonialgeschichte(n) und Transkulturalität im Spannungsfeld von Globalem und Lokalem am Beispiel angloindischer und deutschsprachiger historischer Romane des 21. Jahrhunderts“, 21st World Congress of the ICLA, 21.-27.07.2016, Universität Wien
  • 28.06.2016: „Indienreiseberichte des 19. Jahrhunderts: Funktionen der Topik und Topik als Heuristik“, Gastvortrag im Rahmen des Seminars „Topik – Wissensspeicher und Inventionsgenerator von der Renaissance bis zur Aufklärung“ von Prof. Dr. Anita Traninger, Freie Universität Berlin
  • 11.12.2015: „Nationalismus, Imperialismus, Kolonialismus: Vielfalt von Positionen, diskursiven Verknüpfungen und Ästhetisierungsformen in deutschsprachigen Indienreiseberichten um 1900“, Erste Tagung der Griechischen Gesellschaft für Germanistische Studien: „Turns und kein Ende: Aktuelle Tendenzen der Germanistik und Komparatistik“, 09.-12.12.2015, Athen
  • 13.07.2015, „‚Paradies-Topos‘ und ‚Exotismus-Diskurs‘. Methodisch-theoretische Unschärfen zwischen Diskursanalyse, Intertextualitätstheorie und Topik am Beispiel von Studien zu frühneuzeitlichen Indienreiseberichten“, „Theorie als Methode? Ein Studientag des Kolloquiums am Forum Mittelalter – Renaissance – Frühe Neuzeit“, 13.07.2015, Freie Universität Berlin
  • 22.06.2015, „Ein Naturforscher auf der ‚Wunderinsel Ceylon‘. Ernst Haeckels Indische Reisebriefe im Spannungsfeld von kolonialem und zivilisationskritischem Diskurs“, Tagung „‚Civiliser‘ le monde. ‚Ensauvager‘ l’Europe. Circulation des savoirs, transferts de connaissances et ‚mimicry‘ dans l’espace germanophone et sa sphère coloniale“, 22./23.06.2015, Université de Strasbourg
  • 24.09.2013, „Wohin mit dem Nicht-Narrativen der Erzählung? Die deskriptiv-narrative Doppelstruktur von Reiseberichten als Herausforderung für die Erzählforschung“, Deutscher Germanistentag, 22.-25.09.2013, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • 02.02.2013, „‚Sie sollen nicht Raffael sein, sondern ein glaubwürdiger Dokumentarist.‘ – Mediale Repräsentationen transkultureller Geschichte(n) in Lukas Hartmanns Bis ans Ende der Meere“, Tagung „‚Indignez-vous!‘ – Geschichte schreiben im 21. Jahrhundert“, 01./02.02.2013, Universität Mainz.
  • 30.11.2012, „‚Ihr behauptet, ihr wisst, was Löwen sind?‘ – Sprünge über semantische Felder jenseits von Fakt und Fiktion bei Felicitas Hoppe“, Tagung „Geschichts(er)findungen. Felicitas Hoppe als Erzählerin zwischen Tradition und Transmoderne“, 30.11./01.12.2012, University of Oxford.
  • 20.10.2012, „Gattungs- und andere Transgressionen. Dietmar Dath’s Science-Fiction-Hybrid Die Abschaffung der Arten“, Colloque International „La science-fiction à travers trente ans de Prix Kurd Lasswitz / 30 Jahre Kurd Lasswitz-Preis“, 19./20.10.2012, Université de Lorraine (Nancy).
  • 14.09.2012, „Das ‚schwimmende Hôtel‘ in Ernst Haeckels Indische[n] Reisebriefe[n]. Heterotopie und Nicht-Ort?“, Workshop „Provisorische und Transiträume: Raumerfahrung ‚Nicht-Ort‘“, 14./15.09.2012, Universität Paderborn.
  • 22.04.2012, „Reisebeschreibung, Reisebericht, Reiseliteratur - (K)eine oder mehrere Gattung(en)?“, Workshop „Gattungsspezifisches Erzählen. Formen und Formwandel“, 21./22.04.2012, Bergische Universität Wuppertal.
  • 08.09.2011, Kommentar zu „Les rites cérémoniels dans les sociétés primitives“ von Hélène Ivanoff, Nachwuchsseminar des CIERA „Nature / culture, aller et retour“, 06.-10.09.2011, Moulin d'Andé.
  • 30.10.2010, „Literarische Übersetzungen als Mittel der Kulturvermittlung. Shivmurti: Tarpan“ im Rahmen des DAAD-Symposiums für Nachwuchswissenschaftler (Germanistik), 29./30.10.2010, University of Delhi (zusammen mit Renu Sharma).

Publikationen

  • „Das ‚Topische des Atopischen‘ und das ‚markierte Echte‘ in deutschsprachigen Indienreiseberichten um 1900“. In: Uta Schaffers/Stefan Neuhaus/Hajo Diekmannshenke (Hg.): (Off) The Beaten Track? Normierungen und Kanonisierungen des Reisens. Würzburg 2018, S. 129-144.
  • „Ein Naturforscher auf der ‚Wunderinsel Ceylon‘ – Ernst Haeckels Indische Reisebriefe im Spannungsfeld von fortschrittsoptimistischem und zivilisationskritischem Diskurs“. In: Catherine Repussard/Christine de Gémeaux (Hg.): „Civiliser“ le monde, „ensauvager“ l’Europe? Circulations des savoirs, transferts et Mimicry dans l’espace germanophone et sa sphère coloniale. Paris 2017, S. 97-130.
  • „‚Ihr behauptet, ihr wisst, was Löwen sind?‘ – Sprünge über semantische Felder jenseits von Fakt und Fiktion bei Felicitas Hoppe“. In: Svenja Frank/Julia Ilgner (Hg.): Geschichts(er)findungen. Felicitas Hoppe als Erzählerin zwischen Tradition und Transmoderne 2015, Bielefeld 2017, S. 175-205. [Link zum Aufsatz]
  •  „‚Sie sollen nicht Raffael sein, sondern ein glaubwürdiger Dokumentarist.‘ – Mediale Repräsentationen transkultureller Geschichte(n) in Lukas Hartmanns Bis ans Ende der Meere“. In: Jasmin Marijam Rezai Dubiel (Hg.): „Indignez-vous!“ Geschichte schreiben im 21. Jahrhundert. Berlin 2014, S. 181-207.
  • „Das ‚schwimmende Hôtel‘ in Ernst Haeckels Indische[n] Reisebriefe[n]. ‚Heterotopie‘ und ‚Nicht-Ort‘?“ In: Miriam Kanne (Hg.): Provisorische und Transiträume. Raumerfahrung ‚Nicht-Ort‘. Berlin/Münster 2013, S. 107-130.

 Sonstige wissenschaftliche Aktivitäten/Mitgliedschaften

  • Mitglied des CIERA (www.ciera.fr)
  • Mitglied des European Narratology Network (http://www.narratology.net)
  • Mitglied der AG Erzählforschung an der BUW
  • Mitglied des Zentrums für Erzählforschung an der BUW
  • Projekt „Identität und historisches Erzählen. Eine vergleichende Studie ausgewählter indo-englischer und deutscher Romane der Gegenwart“ (Kooperation der University of Delhi mit der BUW; Projektleitung: Frau Prof. Dr. Shaswati Mazumdar, Frau Prof. Dr. Ursula Kocher)
  • Mitglied des Nachwuchsforschernetzwerks Cultural and Literary Animal Studies (CLAS)