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Prof. Dr. Ursula Hennigfeld

Romanistik, Universität Osnabrück

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Kurzbiographie

  • Magisterstudium der Fächer Romanistik (Französisch, Spanisch) und Germanistik in Düsseldorf, Clermont-Ferrand und Salamanca (1996 - 2002)
  • Kollegiatin des DFG-Graduiertenkollegs "Europäische Geschichtsdarstellung" an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (04/2003 - 09/2006)
  • Wissenschaftliche Angestellte an der Bergischen Universität Wuppertal, Fachbereich A, Romanistik: Literaturwissenschaft (Lehrstuhl: Frau Prof. Dr. Ursula Link-Heer; seit 04/2003 bis 03/2008)
  • Wissenschaftliche Angestellte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Romanistik: Literaturwissenschaft (Lehrstuhl: Frau Prof. Dr. Vittoria Borsò; seit 05/2007 bis 03/2008)
  • Akademische Rätin an der BUW seit 04/2008

 

Titel und Abstract des Dissertationsprojektes

Der ruinierte Körper. Petrarkistische Sonette in transkultureller Perspektive, Würzburg (Königshausen & Neumann) 2008.

Anhand der bislang wenig beachteten Kategorien von Körper und Ruine werden petrarkistische Sonette des 16. und 17. Jahrhunderts von Saint-Gelais, Du Bellay, Ronsard, Labé, Góngora, Quevedo, Argensola, Lope de Vega, López de Vega, Shakespeare und Daniel untersucht. Dabei steht die kulturelle Verflechtung der europäischen Literaturen im Vordergrund. Durch die Analyse der poetischen Textverfahren kann nachgewiesen werden, dass der Körper sich der Einordnung in binäre Kategorien wie Mann/Frau, Identität/Differenz, Subjekt/Objekt, Körper/Seele widersetzt. Damit wird indirekt eine Kritik der politischen und genderbezogenen Machtkonfigurationen vollzogen. Durch die intertextuelle Aneignung petrarkistischer Traditionen eröffnet die strenge Form des Sonetts einen Raum diskursiver Spannungen und Auflösungstendenzen, in dem kulturelle und politische Zweifel indirekt zur Sprache gebracht werden. Gerade der sinnliche Körper und das Sprechen über Liebe widersetzen sich den Diskursen der Macht. Die Vielfalt innerhalb der petrarkistischen Tradition macht eindrucksvoll die kulturellen Verbindungen der europäischen Sprachen und Literaturen über nationalstaatliche Grenzen hinweg deutlich.