Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Selma Haupt

Allgemeine Erziehungswissenschaft/Theorie der Bildung

Raum: S.13.13
Telefon: (0)202-439-2232
E-Mail: haupt{at}uni-wuppertal.de

Kurzbiographie

  • *16.September 1983 in Aachen
  • 2003 bis 2004 Freiwilliges Soziales Jahr in Asunción, Paraguay
  • 2005 bis 2009 Studium der Diplompädagogik (Schwerpunkt Interkulturelle Kommunikation und Bildung), Universität zu Köln
  • 2007 Auslandssemester an der Universidad de Buenos Aires, Argentinien
  • Seit Oktober 2009 Promotion
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin - Allgemeine Erziehungswissenschaft / Theorie der Bildung

          

Titel und Abstract des Dissertationsprojektes

Der Nexus von Bildung und Nation. Diskursanalyse historischer und gegenwärtiger Verschränkungen.

Betreuerin: Prof. Dr. Rita Casale (Wuppertal)

 

Die Verschränkung der Begriffe und Diskurse von Bildung und Nation, die sich mit der Ausbreitung und Etablierung des neuhumanistischen Bildungsverständnisses im 19. Jahrhundert zu verfestigen scheint, ist originärer Bestandteil des Bildungsbegriffes, auf den sich bis heute als den „klassischen“ bezogen wird. Die Einschreibung nationaler und nationalstaatlicher Bestrebungen in das Bildungsverständnis wird gegenwärtig selten reflektiert oder analysiert. Neben der fehlenden Reflexion des Verhältnisses von Bildung und Nation in bildungstheoretischen Analysen ist es Anliegen dieses Vorhabens, die bisher kaum geleistete Internationalisierung und Einbeziehung globaler gesellschaftlicher Veränderungsprozesse in erziehungswissenschaftliche Theoriebildung und Forschung zu ermöglichen. Postkoloniale Theorien eignen sich besonders als analytische Folie der Untersuchung des Bildungsbegriffs in seinem Verhältnis zu Nation, da sie auf die Unabgeschlossenheit von Diskursen, die Problematik der Fixierung von Bedeutung und die Fragen der Identifizierung via Konstrukten wie ‚Bildung‘, ‚Kultur‘ und ‚Nation‘ fokussieren.

Wie dieser vermutete Nexus sich historisch verfestigt hat, in welche Diskurse und Argumentationen er verwickelt war und welche Implikationen diese Verbindung heute noch hat, ist Gegenstand des Vorhabens. Die Forschungsfrage lautet demnach: Wie gestaltet sich mit der Perspektive der Postkolonialen Theorien der angenommene Nexus von Bildung und Nation in gegenwärtigen und historischen Diskursen? In vier analytischen Schritten soll diese Frage beantwortet werden:

Schritt 1: Erarbeitung Postkolonialer Perspektiven als Fragehorizont

Schritt 2: Analyse gegenwärtiger Zusammenhänge von Nation und Bildung in der „Integrations“-Debatte und Diskussion um Hochschulreformen (Diskursanalyse)

Schritt 3: Analyse der historischen Verschränkung (historische Diskursanalyse)

In einer ausführlichen Analyse wird am Beispiel der Rektoratsreden, die in den letzten 200 Jahren an deutschen Universitäten gehalten wurden, der Nexus von Bildung und Nation befragt. Geeignet erscheinen diese Reden, da sie sowohl Indikator für gesellschaftliche und wissenschaftliche Diskurse sind als gleichzeitig auch selber performativ sind. Mit einer Analyse dieser Reden kann herausgearbeitet werden, in welcher konkreten Form die Verschränkung von Bildung und Nation hergestellt, etabliert und reartikuliert wird.

 

Schritt 4: Herausforderungen Postkolonialer Theorien

Diese Analyseergebnisse ermöglichen es, die Entwicklung des Nexus in seinen verschiedenen Varianten aufzuzeigen und zu interpretieren.Am Ende wird die Frage in den Blick genommen, wie heute noch von Bildung gesprochen werden kann, wie die historische Entwicklung zu be-rücksichtigen ist und welche weiteren Anstöße Postkoloniale Theorien neben der Befragung des Nexus von Bildung und Nation für aktuelle bildungstheoretische Analysen bieten.

Vortragstätigkeit

  • 9.Februar 2011: „Biologismus, Rassismus, Leistung – eine Diskursanalyse der aktuellen ‚Integrations‘-Debatte“, Forschungskolloquium, Bergische Universität Wuppertal
  • 2. Oktober 2010: „Postcolonial perspectives on Bildung, culture and nation“, Internationale Graduiertenkonferenz „Emerging forms of sociality“, Goethe Universität Frankfurt
  • 22. September 2010: „ImagiNationen. Bilder der Nation im Wandel“, Forschungskolloquium, Bergische Universität Wuppertal
  • 2. Juli 2010: „Postkoloniale Theorie und Bildungstheorie“,  Forum Erziehungsphilosophie, Heppenheim
  • 30. Juni 2010: „Gayatri Chakravorty Spivak on education“, Kolloquium der Forschungsstelle Interkulturelle Studien, Universität zu Köln
  • 31.März 2010: „Herausforderungen Postkolonialer Theorie für bildungstheoretische Analysen“, Forschungskolloquium, Bergische Universität Wuppertal

 

Publikationen

In Bearbeitung

 

Sonstige wissenschaftliche Aktivitäten/Mitgliedschaften

In Bearbeitung