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Romana Dolic Dipl.-Päd.

Sozialpädagogik/Soziale Dienste

Raum: O.11.19
Telefon: 0202/ 439 34 11
E-Mail: dolic{at}uni-wuppertal.de

Kurzbiographie

 

In Bearbeitung

Titel und Abstract des Dissertationsprojektes

 

Die Nutzung Sozialer Dienstleistungen – eine konversationsanalytische Studie zur Rekonstruktion der (Ko)- Produktionsprozesse in der Interaktion von Nutzer/innen und Professionellen   

(FB G – Sozialpädagogik / Soziale Dienste, Betreuer: Prof. Dr. Schaarschuch)

 

Im Mittelpunkt des vorliegenden Dissertationsprojektes steht die Analyse und Rekonstruktion der Prozesse der Nutzung personenbezogener sozialer Dienstleistungen durch die diese in Anspruch nehmenden Personen. Dabei wird hier von der dienstleistungstheoretischen Grundannahme ausgegangen, dass sich der Prozess der „Produktion“ sozialer Dienstleistungen als interaktiver Kooperationsprozess zwischen Nutzer/innen und Professionellen darstellt, in dem sich das nachfragende Subjekt die professionell erbrachte Dienstleistungstätigkeit aneignet und damit sein/ihr Verhalten,  seine/ihre Bildung oder seine/ihre Gesundheit selbst "produziert", wobei der professionelle Dienstleistungserbringer den Selbstproduktionsprozess der Person anleitet und unterstützt und damit „ko-produktiv“ an diesem mitwirkt, ohne ihn selbst vollziehen zu können. Vor diesem Hintergrund wird in diesem Forschungsprojekt den Fragen nachgegangen , wie Nutzer/innen sozialer Dienstleistungen mit den assistierenden und normierenden Aspekten des Dienstleistungsangebotes umgehen, sich die aus ihrer Sicht hilfreichen und damit „nutzbringenden“ Aspekte der professionell erbrachten Tätigkeit in den Prozessen der Nutzung aktiv und produktiv aneignen und auf welche Weise das „ko-produktive“ professionelle Handeln in den Selbstproduktionsprozess der Nutzer/innen eingeht. Das Ziel dieser Dissertation besteht erstens in der Aufschlüsselung der Aneignungsprozesse bzw. „Selbstproduktionsprozesse“ der Nutzer/innen sozialer Dienstleistungen, in denen sie mithilfe des professionellen Handelns und in den konkreten Interaktionsvollzügen mit den Sozialarbeiter/innen Veränderungen der eigenen Verhaltens-, Deutungs- und Denkmuster im Hinblick auf die sich ihnen stellenden Anforderungen der Lebensführung und Lebensbewältigung vornehmen. Zweitens sollen diejenigen Bedingungen und Strukturen (sozial)-pädagogischer Praxis und (sozial)- pädagogischen Handelns identifiziert werden, die für das Gelingen der Aneignungsprozesse aus Sicht der  Nutzer/innen förderlich bzw. hinderlich sind. Nutzungsprozesse sind grundsätzlich als interaktiv-kooperative Prozesse, die sich in der gesprächsförmigen Interaktion von Professionellen und Nutzer/innen vollziehen, zu konzipieren. Aus diesem Grund stellt die Analyse der Interaktionsprozesse Sozialer Arbeit als sprachlich vermitteltes Handeln der beteiligten Interaktanten die Untersuchungsgrundlage dieses Dissertationsprojektes dar. Im Rahmen einer konversationsanalytischen Studie sollen reale Gespräche zwischen Professionellen und Nutzer/innen in einem sozialpädagogischen setting (hier: Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung) erhoben und im Hinblick auf die Forschungsfragen dieser Arbeit ausgewertet werden.

 

 

Vortragstätigkeit

 

 

Dolic, R.: „Nutzungsstrategien und Aneignungsweisen“, Vortrag bei der Tagung „Sozialpädagogische Nutzerforschung“, Wuppertal, Dezember 2003.

 

Dolic, R.: Nutzen- und nutzungsrelevante (Kontext-)Bedingungen aus Sicht der Nutzer/innen am Beispiel der Hilfen für Schulverweigerer“, Vortrag bei der Tagung „Sozialpädagogische Nutzerforschung“, Wuppertal, Dezember 2006.

Publikationen

 

Dolic, R. / Schaarschuch, A. (2005): Strategien der Nutzung sozialpädagogischer Angebote, in: Oelerich, G. /  Schaarschuch, A. (Hg.): Soziale Dienstleistungen aus Nutzersicht. Zum Gebrauchswert Sozialer Arbeit. München, S. 99-116

 

Sonstige wissenschaftliche Aktivitäten/Mitgliedschaften

 

In Bearbeitung