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Kathrin Nühlen M.A.

Editionswissenschaft

Raum: K.12.07
Telefon: 439 3078
E-Mail: nuehlen{at}uni-wuppertal.de
URL: Website

 Kurzbiographie

  • Oktober 2006 – März 2013 Germanistik/Pädagogik Studium (kombi. Bachelor of Arts) sowie Master der Editions- und Dokumentenwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal
  • Januar 2012 – April 2013 Wissenschaftliche Hilfskraft im C. F. Meyer Projekt unter der Leitung von Prof. Wolfgang Lukas
  • Seit Mai 2013 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im binationalen Akademieprojekt Arthur Schnitzler digital. Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905 bis 1931) an der Bergischen Universität Wuppertal unter der Leitung von Dr. Judith Beniston, Prof. Wolfgang Lukas, Prof. Michael Scheffel, Prof. Robert Vilain und Prof. Andrew Webber
  • Januar 2019: Gerda-Henkel-Stipendium

 

Titel und Abstract des Dissertationsprojektes

Auf dem Weg zum Medium Film.
Strukturen und Autorstrategien der medialen Eigenadaption zur Zeit des Stummfilms in der Klassischen Moderne.

(Betreuer: Prof. Dr. Wolfgang Lukas)
Die Pionierjahre des (Stumm-)Films fallen in den Zeitraum der Klassischen Moderne, wobei die Sehgewohnheiten und Erwartungen der Rezipienten durch die tradierten Formen szenischer Darstellung im Theater vorgeprägt sind. Ab ca. 1908 wird mithilfe der Adaption von Erzählstrukturen bzw. -stoffen versucht, eine Integration des neuen narrativen Mediums in die bürgerliche Kultur sowie eine Annäherung an traditionelle Erzählformen zu erwirken. Die Bedeutung und Möglichkeiten des Filmmediums, aber auch seine medienspezifischen Vermittlungsweisen, entwickeln sich mit der Zeit weiter. Die Herausforderung in den Folgejahren besteht in der Ausbildung einer genuin kinematographisch anerkannten Ästhetik, wodurch der Film zur etablierten Literatur aufschließen soll. Bekannte zeitgenössische Schriftsteller (darunter u. a. Arthur Schnitzler) arbeiten oftmals als ‚Stofflieferanten‘ mit der Filmindustrie zusammen – nicht zuletzt aus ökonomischem Interesse. Dabei entstehen nicht nur originäre Filmstoffe, sondern die filmischen Produzenten setzen besonders auf erfolgreiche literarische Werke und damit verbunden auf populäre Autoren. Doch im Film muss auf andere Art erzählt werden als in einem literarischen Text, um letztlich eine in sich stimmige, verstehbare homogene ‚Welt‘ zu erschaffen. Genau bei diesem Schnittpunkt, im Übergang vom Medium Text zum Medium Film, knüpft die Dissertation an: Analysiert werden die Strategien der Stofftransponierung von Autoren der Klassischen Moderne bei Eigenadaptionen. Was geschieht mit dem Stoff? Erfährt er durch den Autor eine Neuinterpretation oder bleibt es bei einem hohen Maß an Textidentität? Wie wird der Stoff in der dramatischen bzw. epischen Formstruktur und wie unter Berücksichtigung der besonderen filmischen Gesetzmäßigkeiten dargestellt? Arbeiten die zeitgenössischen Autoren nach ähnlichen filmästhetischen Prinzipien oder differiert ihre Vorgehensweise? Diese und weitere Fragen gilt es zu klären, wobei z. T. erstmalig Stummfilmskripte zu edieren sind.

Vortragstätigkeit

  • Kathrin Nühlen, Giulia Speciale: „'Ein paar Dialoge schnarren noch.' Wie Schnitzler an seinem Schreiben feilt: Genetische Perspektiven in Arthur Schnitzer digital.“ im Rahmen der Fachtagung "Schema für das Schreiben" am Robert-Musil-Institut / Kärntner Literaturarchiv der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (15. bis 16. April 2019).
  • Kathrin Nühlen: „Zur Problematik der Edition von Filmskripten.“ Vortrag im Rahmen der internationalen Tagung „Kritische Film- und Literaturedition.“ in der Akademie der Künste am Pariser Platz, Berlin (17. bis 19. Januar 2019).
  • Wolfgang Lukas, Michael Scheffel, Kathrin Nühlen: Projektvorstellung „Arthur Schnitzlers Novelle ‚Fräulein Else‘ und ihre digitale historisch-kritische Edition. Eine Reise von Wien nach Wuppertal“ beim „Stadtgespräch“ mit szenischer Lesung durch die Wuppertaler Bühnen im Theater am Engelsgarten, Wuppertal (22. November 2018).
  • Kathrin Nühlen: „Eigenadaptionen: Strategien literarischer Autoren bei der Stofftransponierung ihres Romans zu einem Filmskript.“ Dissertationsvorstellung im Rahmen des Kolloquiums von Ursula v. Keitz im Filmmuseum Potsdam (13. Juli 2018).
  • Dr. Ute Engel, Dr. Pietro Liuzzo, Prof. Münzmay, Kathrin Nühlen, Dr. Heiko Weber: Podiumsdiskussion „Geisteswissenschaftliche Arbeitswelten im digitalen Zeitalter. Herausforderungen, Risiken, Potentiale.“ (Moderation: Prof. Torsten Schrade) im Rahmen des Akademientages 2018 „Geisteswissenschaften 3.0. Vergegenwärtigung des kulturellen Welterbes“ in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (11. Juni 2018).
  •  Kathrin Nühlen: „Eigenadaptionen. Literarische Stoffe auf dem Weg zum Film.“ im Rahmen der 17. Internationalen Tagung „Aufführung und Edition“ der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition an der Goethe-Universität Frankfurt/M. (14. bis 17. Februar 2018).
  • Kathrin Nühlen: „Eigenadaptionen. Auf dem Weg zum Medium Film.“ im Rahmen des editionswissenschaftlichen Kolloquiums des Graduiertenkollegs 2196 an der Bergischen Universität Wuppertal. (5. Juli 2017).
  • Kathrin Nühlen: Dissertationsvorstellung „Auf dem Weg zum Medium Film. Strukturen und Autorstrategien der medialen Eigenadaption zur Zeit des Stummfilms in der klassischen Moderne." im Rahmen des 7. Wuppertaler Graduiertenforum Narratologie in Kooperation mit dem Freiburger GRK 1767 "Faktuales und fiktionales Erzählen". Narrative Formen der Sinnstiftung: Möglichkeiten fiktionaler und faktualer Erzählungen im Gästehaus der Bergischen Universität Wuppertal (9. bis 10. Dezember 2016).
  • Kathrin Nühlen, Sophia Krebs: „Zur textgenetischen Klassifikation von Überlieferungsträgern. Kriterien, Gruppierungen und Bezeichnungen.“ im Rahmen des Heidelberger Forums Edition „Begriffe, Beschreibungssprachen, Darstellungsformen der Edition. Tagung zur Vorbereitung eines editionswissenschaftlichen Handbuchs.“ im Hörsaal der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (22. bis 24. September 2016).
  • Kathrin Nühlen, Jonas Wolf: „Ansichtssache. Möglichkeiten der Darstellung und Interpretation textgenetischer Varianz am Beispiel der historisch-kritischen Edition‚ Arthur Schnitzler digital.“ auf der 16. internationalen Tagung Textrevisionen der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition an der Karl-Franzens-Universität Graz (17. bis 20. Februar 2016).
  • Kathrin Nühlen: „Auf dem Weg zum Medium Film: Von der Novelle zum Filmskript am Bsp. von Arthur Schnitzlers Traumnovellen-Stoff“ im Rahmen des 6. Wuppertaler Graduiertenforums Narratologie Quo vadis, Narratologia? Perspektiven und Grenzen erzähltheoretischer Ansätze an der Bergischen Universität Wuppertal (25. bis 26. September 2015)
  • Kathrin Nühlen: „Vorstellung des Projekts Arthur Schnitzler digital“ im Rahmen der DFG-Begehung: Graduiertenkolleg 2196 Dokument - Text - Edition im Gästehaus der Bergischen Universität Wuppertal (25. Juni 2015)
  • Kathrin Nühlen: „Arthur Schnitzlers Traumnovellen-Stoff: Vom Novellentext zum Filmskript“ im Rahmen des IZED-Workshops Digitale Multimediale Edition und Erschließung an der Bergischen Universität Wuppertal (24. April 2015)
  • Wolfgang Lukas, Kathrin Nühlen, Jonas Wolf: „Vorstellung des Projekts Arthur Schnitzler digital“ im Rahmen des Akademienprogramms in der Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf (11. Februar 2015)
  • Kathrin Nühlen, Jonas Wolf: „Vorstellung des Projekts Arthur Schnitzler digital“ im Rahmen der Übung Editionsphilologie bei Prof. Klaus-Peter Wegera in der Ruhr-Universität Bochum (25. November 2014)
  • Kathrin Nühlen: „‘Frankiren kann ich aber nicht!‘ Briefe von Ferdinand Freiligrath an Levin Schücking 1839-1845.“ im Rahmen des 14. internationalen Forums Junge Heine Forschung im Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf (10. Dezember 2011)

 

Publikationen

  • Arthur Schnitzler: „Doktor Gräsler, Badearzt.“ Hrsg. v. Christian Belz, Kristina Fink, Wolfgang Lukas, Dana Machwitz, Kathrin Nühlen, Michael Scheffel, Giulia Speciale, Jonas Wolf. Auf der Website: Arthur Schnitzler digital. Digitale historisch-kritische Edition (Werke 19051931). Hrsg. v. Wolfgang Lukas, Michael Scheffel, Andrew Webber und Judith Beniston in Zusammenarbeit mit Thomas Burch. Wuppertal 2019. [www.Arthur-Schnitzler.de]
  • Arthur Schnitzler: „Fräulein Else.“ Hrsg. v. Christian Belz, Kristina Fink, Vivien Friedrich, Wolfgang Lukas, Kathrin Nühlen, Michael Scheffel, Giulia Speciale, Jonas Wolf. Auf der Website: Arthur Schnitzler digital. Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905–1931). Hrsg. v. Wolfgang Lukas, Michael Scheffel, Andrew Webber und Judith Beniston in Zusammenarbeit mit Thomas Burch. Wuppertal 2018. [www.Arthur-Schnitzler.de]
  • Kathrin Nühlen: Rezension zu Arthur Schnitzler: Filmarbeiten. Drehbücher, Entwürfe, Skizzen. Hrsg. v. Achim Aurnhammer, Hans Peter Buohler, Philipp Gresser, Julia Ilgner, Carolin Maikler und Lea Marquart. Würzburg 2015. (editio 30), S. 256 – 264.
  • Kathrin Nühlen, Jonas Wolf: „Ansichtssache. Möglichkeiten der Darstellung und Interpretation textgenetischer Varianz am Beispiel der historisch-kritischen Edition ‚Arthur Schnitzler digital‘.“ Hrsg. v. Andrea Hofmeister, Wernfried Hofmeister. Erscheint in: Beihefte zu editio, Anfang 2017.
  • Thomas Burch, Stefan Büdenbender, Kristina Fink, Vivien Friedrich, Patrick Heck, Wolfgang Lukas, Kathrin Nühlen, Frank Queens, Michael Scheffel, Joshgun Sirajzade, Jonas Wolf: „Text[ge]schichten. Herausforderungen textgenetischen Edierens bei Arthur Schnitzler.“ In: Textgenese und digitales Edieren. Wolfgang Koeppens ‚Jugend‘ im Kontext der Editionsphilologie. Hrsg. v. Katharina Krüger, Elisabetta Mengaldo, Eckhard Schumacher. Berlin u. a. 2016 (Beihefte zu editio 40), S. 87–105.
  • Bernd Füllner, Kathrin Nühlen: "Stickluft oben u. Stickluft unten - was soll aus dieser Misere Gutes kommen? Freiligraths Briefe an Levin Schücking aus dem Jahr 1843." In: Grabbe-Jahrbuch 2011/12. Hrsg. v. Lothar Ehrlich, Detlev Kopp. 30./31. Jg.. Bielefeld 2012. S. 166-206.

                   

Sonstige wissenschaftliche Aktivitäten/Mitgliedschaften

  • Mitglied in der AG "Erzählforschung" im Zentrum für Graduiertenstudien an der BUW
  • Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition