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Albert Kißlinger

Sicherheitstechnik

Telefon: 0211 978-2792
Fax: 0211 978-47279
E-Mail: kisslinger{at}uni-wuppertal.de

Kurzbiographie:

  • seit 09/2018 beruftstätig als Risikoingenieur bei der Provinzial Rheinland
  • seit 10/2011 Universität Wuppertal, Promotionsstudium
  • 10/2011 - 08/2018 Bergische Universität Wuppertal, Wuppertal
    wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl „Methoden der Sicherheitstechnik / Unfallforschung“, Abteilung Sicherheitstechnik
  • 10/2009 – 09/2011 Universität Wuppertal, Ing. M.Sc. Brandschutz
    Thesis: Führungs- und Kommunikationsorganisation im Waldbrandeinsatz
  • 10/2007 – 03/2011 Bergische Universität Wuppertal, Wuppertal
    wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl „Arbeitssicherheit / Ergonomie“
    01/2007 – 07/2007 Bergische Universität Wuppertal, Wuppertal
    studentische Hilfskraft am Lehrstuhl „Sicherheitstechnik / Arbeitssicherheit“
  • 10/2005 – 09/2009 Universität Wuppertal, Ing. B.Sc. Sicherheitstechnik
    Thesis: Methoden der Unfallursachenanalyse

            

Titel und Abstract des Dissertationsprojekts:

Anpassung der technischen Bewältigungskapazitäten von Feuerwehren an die örtlichen Erfordernisse der Einsatzgebiete

Retten – Löschen – Bergen – Schützen. Das Signet der Feuerwehren beschreibt umfassend die Aufgaben, denen sich die Feuerwehren aktuell widmen. Die ersten Feuerwehren waren nicht so vielseitig aufgestellt. Sie waren ein Zusammenschluss von engagierten Bürgern. Es galt in erster Linie die unmittelbare Nachbarschaft vor einer Brandausbreitung zu schützen. Mit Eimerketten oder einfachen Handdruckspritzen und Schläuchen wurde das Löschwasser von der nächstmöglichen Wasserstelle an die Brandstelle herangeschafft. In zweiter Linie stand dann die Hilfe für Nachbarorte auf der Aufgabenliste.
Mit der Zeit haben sich Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche verändert. Die Feuerwehr ist nun eine professionelle Truppe der Gefahrenabwehr und auch nicht mehr eine rein freiwillige Institution. Ihre Aufgaben und deren Verantwortliche wurden im Gesetz verankert und zur Pflichtaufgabe der Gemeinden.
Das Feuerschutz und Hilfeleistungsgesetz NRW (FSHG) schreibt beispielsweise in Paragraph Eins: „Die Gemeinden unterhalten den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehren, um Schadenfeuer zu bekämpfen sowie bei Unglücksfällen und bei solchen öffentlichen Notständen Hilfe zu leisten, die durch Naturereignisse, Explosionen oder ähnliche Vorkommnisse verursacht werden.“

Der Begriff „den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr“ umfasst ein breites Spektrum und ist nicht fest definiert. Dieser Ausdruck umschreibt in etwa wo wie schnell wie viel Personal mit welchem Ausbildungsstand mit welcher Ausrüstung die Feuerwehr am Einsatzort ankommt und wirksame Maßnahmen ergreifen kann. Der Teilaspekt der Ausrüstung und die Anpassung an das jeweilige Einsatzgebiet soll in dieser Arbeit betrachtet werden.
Weiträumig treten Veränderungen im Einsatzgebiet auf. Neue Wohngebiete wachsen, Straßen werden erschlossen, Industrie und Handwerk wachsen und wandeln sich. Es gibt Fortschritte bei Baumaterialien und Bautechnik. Im Feuerwehrwesen sind neue Erkenntnisse in Technik und Taktik vorhanden. Das gesamte Einsatzgebiet einer Feuerwehr hat sich verändert und somit auch die Anforderungen an die Art und Ausstattung von Löschfahrzeugen. Zusätzlich besteht die Gefahr des Wissensverlustes von vorangegangenen Fahrzeugbeschaffungen. Besonders in kleineren Kommunen mit wenigen Fahrzeugen fehlt dann Erfahrung.

An diese Veränderung müssen neue Fahrzeuge und deren Ausrüstung angepasst werden. Die Übernahme der alten Spezifikationen passt nur teilweise und eine Fahrzeugbedarfsplanung ist durchzuführen. An den Stellen der Beschaffung herrscht oftmals ein Wissensdefizit über die breit gestreuten Zusammenhänge einer Bedarfsplanung.

Ein Feuerwehrfahrzeug wird immer für einen bestimmten Hauptzweck gebaut. Trotzdem soll das Fahrzeug möglichst vielseitig einsetzbar bleiben und auch für andere Zwecke dienen. Die Mehrheit der Fahrzeuge hat als Hauptzweck die Brandbekämpfung. Nebenzweck ist dann die technische Hilfeleistung in unterschiedlichen Ausbaustufen (nur Handwerkzeug, für PKW-Unfälle, für LKW-Unfälle, für Wasserschäden,…). Daneben gibt es Fahrzeuge mit anderen Schwerpunkten, wie das Tanklöschfahrzeug (TLF) zum Wassertransport, den Rüstwagen (RW) zum Transport für Material und Gerät zur Hilfeleistung oder die Drehleiter (DL) für Arbeiten und Rettung in Höhen bis 30 Meter.

In dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Ausrüstung je nach Einsatzart und Ausrückegebiet erforderlich ist. Dabei müssen die Einsätze der Feuerwehr definiert werden, eine Bewertung der Ausrückegebiete muss erfolgen und es bedarf der Optimierung der Ausrüstung je nach Einsatzszenario. Grundlage bleiben aber dabei die Normfahrzeuge.

Vortragstätigkeit:

  • 23.11.2012    Feuerwehrakademie Hamburg, Fortbildungsveranstaltung für Führungskräfte des höheren feuerwehrtechnischen Dienstes der norddeutschen Länder, „Verbundprojekt TIBRO“
  • 22.03.2013    Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, 3. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztag, “Anpassung der technischen Bewältigungskapazitäten“

            

Publikationen:

  • Albert Kißlinger, Thekla Löhr, Angelina Zier: „Vielseitigkeit als Stärke“ in Crisis Prevention 01/2013
  • Albert Kißlinger: „Anpassung der technischen Bewältigungskapazitäten von Feuerwehren an die örtlichen Erfordernisse der Einsatzgebiete“ in Tagungsband des 3. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztages 03/2013, ISBN 978-3-00-041601-9

 

Sonstige wissenschaftliche Aktivitäten/Mitgliedschaften:

  • Mitglied in der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb)
  • Mitglied in der Vereinigung deutscher Ingenieure (vdi)