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„The 2011 La Londe Conference: Marketing Communications and Consumer Behavior“ (31. Mai – 3. Juni 2011), La Londe les Maures (Frankreich)

Lead-Vortrag von Norbert Schwartz

Vom 31. Mai bis 3. Juni 2011 konnte ich mit Unterstützung des ZGS auf die Marketing-Konferenz in La Londe an der französischen Südküste reise. Ziel war es, die ersten beiden Studien meiner Promotion zu präsentieren.

Mein Thema: 
Am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre erforsche ich das Entscheidungsverhalten von Konsumenten unter Komplexität. Speziell geht es um die (zu) große Auswahl, denen sich Konsumenten heute ausgesetzt sehen. Was wollen wir mit 50 Marmeladensorten, über 100 Waschmaschinen oder 80 verschiedenen Handys – wenn wir doch oft nur ein Produkt brauchen?! Genau dieses Problem setzt Konsumenten unter Druck. Unsere Kapazitäten reichen nicht, um alle Informationen im Detail zu durchdenken. Es entstehen Konflikte, weil die Alternativen meist keine klare Rangordnung aufweisen. Durch eine spezielle Sortierung der Produkte kann man allerdings diese Konflikte vermindern, so meine These.

Der Kongress: 
Der Kongress bot mir die Gelegenheit meine Studienergebnisse den Experten und Konsumentenforschern zu präsentieren und ich erhielt sehr wertvolles Feedback zu meiner Arbeit. Ich hatte erstmals Gelegenheit in einer Session mit zwei verwandten Themenbereichen zu präsentieren – der fachliche Austausch mit den beiden PhD-Studenten nach der Präsentation war sehr hilfreich um die eigene Themenabgrenzung noch deutlicher zu ziehen und meine Arbeitsweise zu optimieren.

Ebenso konnte ich einige sehr inspirierende Charaktere und Forscher kennenlernen. Obwohl es sich bei der La Londe-Konferenz um eine sehr kleine Konferenz handelt, waren viele international anerkannte Forscher dort, die man sonst nur aus den Journal-Artikeln kennt. Das war sehr motivierend.

Beeindruckt hat mich der Lead-Vortrag von dem deutschstämmigen US-Forscher Norbert Schwartz, Begründer und führender Autor der Fluency-Theorie. Das ist eine Forschungsrichtung die meinem Thema sehr nahe steht, die ich dann aber aus bestimmten Gründen nicht als Vertiefung der Dissertation gewählt habe. Spannend fand ich an dem Vortrag das neue ‚heiße‘ Thema des „Body-Feedback“. Man erforscht, wie gewisse Körperhaltungen dem Gehirn eine gewisse „Richtigkeit“ oder „Leichtigkeit“ signalisieren, die sich dann wiederum auf unsere Denk- und Beurteilungsprozesse niederschlagen.

In Summe gehe ich bestärkt in meinem Thema und meinem Fortschritt aus dieser Konferenz und finde es toll, das ich auch als externer Doktorand die Gelegenheit habe, so nah am Kern der Forschung zu sein. Vielen Dank!

Blick von der Terasse des Tagungsgebäudes
EIn Schloss in Nähe der Konferenzstätte