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Doktorand bei Marketing-Konferenz in Madrid

 

Vom 24. bis 26. Juni durfte ich mit Unterstützung des ZGS auf meine erste Marketing-Konferenz nach Madrid reisen. Ziel war es, die erste Studie meiner Promotion zu präsentieren.


Mein Thema:

Am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre erforsche ich das Entscheidungsverhalten von Konsumenten unter Komplexität. Speziell geht es um die (zu) große Auswahl, denen sich Konsumenten heute ausgesetzt sehen. Was wollen wir mit 50 Marmeladensorten, über 100 Waschmaschinen oder 80 verschiedenen Handys – wenn wir doch oft nur ein Produkt brauchen?! Genau dieses Problem setzt uns Konsumenten immer weiter unter Druck. Unsere Kapazitäten reichen nicht, um alle Informationen im Detail zu durchdenken und es entstehen Konflikte, weil die Alternativen meist keine klare Rangordnung aufweisen. Durch eine spezielle Sortierung der Produkte kann man allerdings diese Konflikte vermindern, so meine These.


Der Kongress:

Der Kongress bot mir die Gelegenheit meine ersten Recherchen und die erste empirische Studie im Fachkreis zu präsentieren und wertvolles Feedback auf die theoretische Relevanz und über das allgemeine Interesse zu erhalten. In der Tat fühlte ich mich sehr bestärkt in meiner Themenwahl: Denn obwohl ich als letztes (nach zwei Tagen Kongress) präsentierte, verzeichnete der Vortrag merkliches Interesse.


Die ICORIA-Konferenz ist eine vom europäischen Verband der Werbeforschung veranstalteter Kongress, zu denen auch viele außereuropäische Forscher kamen. Z.B. belehrte uns Forschungsikone John Rossiter, der übrigens auch Gastprofessor an der Fakultät in Wuppertal ist, über die „7 Sünden der Forschung“. Vor allem bot der Kongress auch die Möglichkeit über seinen eigenen Tellerrand zu schauen, andere Doktoranden kennenzulernen und sich als Teil einer wissenschaftlichen Gemeinschaft zu fühlen. Denn oft sitzt man allein an seinem Rechner und brütet über Theorien und Thesen. Deswegen sind Konferenzen ein nicht wegzudenkendes Organ im Kreislauf der Forschung. Ich freue mich schon auf die nächste Gelegenheit, meine Fortschritte zu präsentieren! Danke.