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Teilnahme an der "AILA 2008" dem 15. Weltkongress für Angewandte Linguistik

 

von Jennifer Jaros

 

 

Vom 24. August bis zum 29. August 2008 fand an der Universität Duisburg-Essen und im Kongresszentrum Essen der Weltkongress für Angewandte Linguistik statt.


Ich war zu diesem Zeitpunkt frisch als Doktorandin an der Universität Wuppertal eingeschrieben und auf der Suche nach einem geeigneten Thema für meine Dissertation. Ort und Zeitpunkt des Kongresses kamen mir daher sehr gelegen und boten mir eine ungeheure Chance, mich nicht nur mit dem derzeitigen Stand der Forschung im Bereich der Angewandten Linguistik vertraut machen zu können, sondern auch Kolleginnen und Kollegen und ihre Forschung kennen zu lernen.


Selbstverständlich reiste ich bereits zur offiziellen Kongresseröffnung am Sonntagabend an, die meine Erwartungen vollkommen übertraf. Nicht, was das Rahmenprogramm anging (es gab eine Eröffnungsrede und einige Kanapees), sondern aus dem Grund, weil ich bereits an diesem Abend mit vielen interessanten und auch renommierten ForscherInnen ins Gespräch kam. Eine einmalige Gelegenheit, wie sich später herausstellte, da sich in den nächsten Tagen die fast 2.000 TeilnehmerInnen auf die unzähligen Symposien und Einzelvorträge zerstreuten.


Die enorme Anzahl gleichzeitig stattfindender Vorträge (bis zu 40 Sessions) war im Nachhinein der einzige Minuspunkt des Kongresses. Denn ich hatte dadurch nicht nur die Qual der Wahl, welchen Vortrag ich mir ansehen wollte, sondern es war manchmal organisatorisch auch nicht möglich, pünktlich zu einem Vortrag zu kommen, wenn der vorherige an der Uni stattfand und der nächste, den man sehen wollte, im Kongresszentrum. Dieser Punkt wurde im Nachhinein auch von anderen TeilnehmerInnen beanstandet und war auf vorangegangenen Kongressen wohl besser gelöst worden.


Ich habe trotzdem viele interessante Vorträge und Symposien besuchen können und zahlreiche Anknüpfungspunkte für meine eigene Forschung finden können. Mir kam zusätzlich zugute, dass die AILA 2008 unter dem Motto „Mehrsprachigkeit: Herausforderungen und Chancen“ stand, was im Groben meinem Forschungsschwerpunkt entspricht. In einigen Vorträgen traf ich auch ehemalige Kommilitonen und Kolleginnen, so dass ich in den 5 Tagen viel Gelegenheit für persönlichen Austausch hatte.


Im Kongresszentrum gab es ein großes Angebot an wissenschaftlicher Fachliteratur und Flyern zu den neuesten oder im Druck befindlichen Publikationen im Bereich der Angewandten Linguistik, die mir in der Nachbereitung des Kongresses halfen, eine sehr aktuelle Literaturliste zu meinem Forschungsthema zu erstellen, was mich sonst mühevolle Tage in der Bibliothek gekostet hätte.


Mein persönliches Highlight war die Begleitung des Symposiums „Kant revisted: Testing the output and outcomes of literacy competencies“, das von meiner Doktormutter Prof.’in Dr. Erika Werlen und Prof.’in Dr. Una Dirks geleitet wurde. Im Rahmen dieses Symposiums habe ich viel gelernt, was Abläufe und Organisation wissenschaftlicher Vorträge angeht, da ich auch im Vorfeld mit eingebunden wurde und intensiven Kontakt zu den Vortragenden hatte.


Ich hoffe sehr, am nächsten AILA Weltkongress teilnehmen zu können, der 2011 in Beijing stattfinden wird und auf dem ich vielleicht Gelegenheit haben werde, meine eigene Forschung vorzustellen.