Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

 

Tagungsbericht: "ESSLLI 2009 - 21st European Summer School in Logic, Language and Information" (20.-31. Juli 2009), Université du Bordeaux 2 (Frankreich)

 

von Jeanette Hofferberth

 

 

Logo der Veranstaltung

 

Vom 20. - 31. Juli 2009 wurde die 21. ESSLLI (European Summer School in Logic, Language and Information) in Bordeaux ausgerichtet. Die Sommerschule wird jährlich in verschiedenen europäischen Städten veranstaltet und wird von der Association for Logic, Language and Information (FoLLI) organisiert. Der Hauptfokus der ESSLLI ist die Schnittstelle zwischen Linguistik, Logik und Berechnung, daher werden Kurse und Workshops zu den drei folgenden Gebieten angeboten: (1) Language & Computation, (2) Language & Logic sowie (3) Logic & Computation (siehe esslli2009.labri.fr).

Studenten, Doktoranden und Wissenschaftler weltweit (meist jedoch aus Europa) treffen sich jährlich für zwei Wochen zur Fortbildung, zum wissenschaftlichen Austausch und zur Diskussion. Dieses Jahr waren circa 40 Lektoren und etwa 500 Teilnehmer auf der ESSLLI. An fünf Tagen in der Woche wurden täglich von 9 - 18:30 Uhr Kurse (foundational, introductory, advanced) und Workshops angeboten. Zu den drei Gebieten wurden je zwei Kurse, d.h. insgesamt sechs Veranstaltungen, parallel angeboten. An zwei Abenden in der Woche gab es zusätzliche evening lectures.

Die meisten Kurse, die ich besucht habe, waren dem Gebiet (1) Language & Computation zugeordnet, wie z.B. “The mental lexicon, blueprint of the dictionaries of tomorrow: linguistic, computational and psychological aspects of a highly valuable resource”, “The foundations of statistics: a simulation-based approach”, “Computational psycholinguistics” und “Psycho-computational issues in morphology learning and processing”. Während der ‘foundational’ Statistik-Kurs auf einem ‘advanced level’ und daher zu schwierig für mich war, bin ich von “The mental lexicon” enttäuscht, da es zu einführend gestaltet wurde. An diesen Kurs hatte ich besonders hohe Erwartungen, da ich mich in meiner Forschung und Lehrtätigkeit auf das mentale Lexikon spezialisiert habe. Die Kaffeepausen habe ich jedoch dazu genutzt, mit dem Lektor und anderen Doktoranden verschiedene Fragen und Aspekte des mentalen Lexikons aufzugreifen und zu diskutieren.

Des Weiteren habe ich auf der Sommerschule in andere Forschungsbereiche hineingeschnuppert, beispielsweise in Gebärdensprache und Logic & Computation.

Nach einem anstrengenden Tag in der Université de Bordeaux 2 (bei teilweise 35-38 Grad) habe ich mich abends mit anderen Doktoranden und Wissenschaftlichen Mitarbeitern in der Stadt getroffen, um den Tag gemeinsam bei einem Glas Bordeaux ausklingen zu lassen.

Abgesehen von der Unterkunft im Studentenwohnheim (außerhalb des Zentrums und mit Kakerlaken) war es insgesamt eine gelungene Veranstaltung, da ich zahlreiche Kontakte zu internationalen Doktoranden und Wissenschaftlern (u.a. aus Rumänien, Italien, Holland, Frankreich, Schweden, Finnland, Russland, USA) knüpfen und meine Arbeit mit ihnen diskutieren konnte. Ich freue mich jetzt schon auf die 22. ESSLLI, die für kommendes Jahr in Kopenhagen geplant ist (siehe esslli2010cph.info).