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„Grenzen überschreiten: sprachlich – fachlich – kulturell“ 23. Kongress für Fremdsprachendidaktik der Deutschen Gesellschaft für Fremdsprachenforschung (mit Nachwuchstagung)

 

Der Kongress für Fremdsprachendidaktik findet alle zwei Jahre statt. Der 23. Kongress fand dieses Jahr an der Universität Leipzig statt. Die Tagung stand unter dem Motto „Grenzen überschreiten – sprachlich – fachlich – kulturell“ und war schon im Vorfeld komplett ausgebucht. Das erstklassige Vortragsprogramm deckte zahlreiche Forschungsrichtungen der Fremdsprachendidaktik ab und wurde durch eine großzügig angelegte Nachwuchstagung ergänzt. Die Tagung war äußerst gut organisiert und bekam durch das 600-jährige Jubiläum der Universität Leipzig ein besonderes Ambiente.


Organisatorisch war der Kongress in 12 Sektionen und 11 Arbeitsgruppen unterteilt. In den Sektionen wurden 60 Minuten, in den Arbeitsgruppen 45 Minuten pro Vortrag eingeplant; so gab es genügend Zeit zur Diskussion der einzelnen Beiträge. Die Schwerpunkte kamen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, sodass u.a. fachdidaktische (z.B. Mehrsprachigkeitsdidaktik von R. Baur und B. Hufeisen), sozialpolitische (z.B. Europäische und globale Sprachenpolitik von P. Cichon und K. Ehlich) oder rein methodologische (z.B. Videographie in der Lehrerbildung von F. Klippel und R. Kupetz) Themen dabei waren. Durch diese Vielfalt konnten verschiedenste Aspekte in den Diskussionen verknüpft werden, was ich als besonderen Gewinn einer solchen Tagung betrachte. Die räumliche Nähe der einzelnen Sektionen und Arbeitsgruppen und die zahlreichen „Kaffee-Stationen“ sorgten zusätzlich dafür, dass Ideen und Anregungen ausgetauscht wurden.


Für mich persönlich war der Kongress äußerst hilfreich, da er – wie mein eigener wissenschaftlicher Werdegang – interdisziplinär zwischen Pädagogik und Linguistik angesiedelt ist. Ich habe mit meiner Kollegin in der Arbeitsgruppe „(Zweit)Sprachliche Probleme von Kindern aus Zuwandererfamilien beim Übergang von der Vor- in die Grundschule“ (Leitung: Ernst Apeltauer, Martina Rost-Roth) vorgetragen, was aufgrund einiger „großer“ Namen im Publikum eine besondere Herausforderung für uns darstellte. Umso erfreuter waren wir, als äußerst erfahrene und in diesem Bereich sehr anerkannte Professoren uns zahlreiche Anregungen für unsere weitere wissenschaftliche Arbeit gaben!


Insgesamt hat mich vor allem die hochkarätige Zusammensetzung der Vorträge überrascht. Es gab so viele spannende Beiträge, dass ich fast vergessen hätte, die Stadt Leipzig zu entdecken. Zum Glück hatte ich aber dann noch die Gelegenheit, die besondere Stadtatmosphäre am 3.10. einzufangen.