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Doktorandin der Bergischen Universität Wuppertal beteiligte sich mit Unterstützung des ZGS mit einem Vortrag an der internationalen Konferenz "Bridging the Gap between Theory and Practice" in Wien

von Stefanie Frisch

Stefanie Frisch bei ihrem Vortag

Vom 26. bis 28. Februar 2009 richtete das Fachdidaktische Zentrum Englisch der Universität Wien die internationale Konferenz Bridging the Gap between Theory and Practice aus. Stefanie Frisch, Doktorandin im Fachbereich A (Anglistik/Amerikanistik) und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Didaktik des Englischen, erhielt die Möglichkeit, ihr Dissertationsprojekt „Verfahren zur Entwicklung der Lesefertigkeit im Englischunterricht der Grundschule – eine vergleichende Untersuchung“ im Rahmen eines 20-minütigen Vortrags sowohl WissenschaftlerInnen als auch PraktikerInnen vorzustellen. An der Konferenz nahmen 170 angewandte Linguistinnen und Linguisten, LehrerausbilderInnen und praktizierende Lehrkräfte aus 24 Ländern teil. In insgesamt 84 Vorträgen und Workshops wurden Forschungsprojekte aus dem Bereich Lehrerausbildung und dem Bereich Fremdsprachenlehren und -lernen vorgestellt und diskutiert.

Seit Oktober 2007 beschäftigt sich Stefanie Frisch mit der Frage, ob und auf welche Weise ein Leselehrverfahren, das überwiegend im englischsprachigen Raum angewandt wird, lernförderlich auf das Fremdsprachenlernen im deutschen Kontext übertragen werden kann. Für den empirischen Teil ihrer Arbeit vergleicht sie den Erfolg von zwei unterschiedlichen Leselehrverfahren. Eine 2. Klasse wird nach der Ganzwortmethode, die Parallelklasse wird in Anlehnung an den Phonics Ansatz unterrichtet. Mithilfe von Videoaufnahmen und Leseverständnistests werden die Fähigkeit zur phonologischen Re-/ Transkodierung und das Leseverstehen der jungen Fremdsprachenlerner untersucht. Zum Zeitpunkt der Konferenz stand das Projekt kurz vor der Haupterhebungsphase und aus diesem Grund stellte der Vortrag eine gute Möglichkeit dar, das Untersuchungsinteresse, das Projektdesign, die Ergebnisse der Vorstudie und die weitere Vorgehensweise darzulegen und zu diskutieren.

In ihrem Vortrag „Phonics in the German Primary EFL Class“, welcher der Sektion „Issues and developments in EFL“ zugeordnet wurde, stellte Stefanie Frisch zunächst den Stand der Forschung dar und skizzierte dann den geplanten Verlauf der quasi-experimentellen Studie. Das sehr anwendungsorientierte Projekt stieß auf großes Interesse bei den ca. 15 anwesenden Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmern aus Frankreich, Deutschland,

Israel, Japan, Österreich und der Schweiz, da es bisher nur wenige empirische Erkenntnisse zum Umgang mit dem englischen Schriftbild im frühen Fremdsprachenlernen gibt. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass auch in anderen Ländern, wie beispielsweise Japan, geplant ist, den Nutzen eines Phonics-basierten Ansatzes zu überprüfen. Somit hat die Konferenz nicht nur dazu beigetragen, dass Stefanie Frisch die

Gelegenheit erhielt, ihr Dissertationsprojekt mit einem internationalen Publikum zu diskutieren, sondern sie konnte auch wertvolle Kontakte zu WissenschaftlerInnen knüpfen, die an ähnlichen Themen arbeiten.

Die Konferenzbeiträge wurden in Form von Conference Proceedings in einer Sonderausgabe der Online Zeitschrift VIEWS (VIenna English Working Papers) veröffentlicht anglistik.univie.ac.at. Es ist außerdem vorgesehen, eine Auswahl der Vorträge in einem Sammelband zu publizieren.