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von Heiko Breitsohl

 

Bericht über die vom ZGS geförderte Teilnahme am EGOS Colloquium 2009 in Barcelona

Plakat der Veranstaltung

Plakat der Veranstaltung

 

Das EGOS Colloquium ist eine jährlich stattfindende internationale Konferenz, welche sich der Organisationsforschung widmet und von der European Group for Organization Studies veranstaltet wird. Es ist die größte Konferenz ihrer Art in Europa, zieht jedoch renommierte Forscher aus aller Welt an. Im nunmehr 25. Jahr nahmen ca. 1700 Personen teil, wobei es sich hierbei sowohl um erfahrenere als auch um Nachwuchswissenschaftler (inkl. Promovierende) handelte. Die Vorträge sind stets in Themenstränge („sub-themes“) gegliedert – in diesem Jahr waren es 46. Dabei bleiben die Teilnehmer der Themenstränge üblicherweise über die Dauer der Konferenz unter sich, so dass ein sehr intensiver inhaltlicher Austausch möglich ist.

In diesem Jahr fand das EGOS Colloquium in Barcelona statt. Tagungsort war die ESADE Business School, eine der besten des Landes. Das Programm begann am 02. Juli 2009 um 9 Uhr (das „Check-in“ war bereits am Vorabend). In den folgenden zweieinhalb Tagen wurden im Rahmen „meines“ Themenstrangs 24 Vorträge gehalten, wobei etwa 30-40 Personen teilnahmen. Innerhalb des Themenstrangs wurden inhaltlich ähnliche Vorträge in jeweils einer Sitzung zusammengefasst. Hierdurch war ein besonders enger inhaltlicher Bezug gegeben, wovon die Qualität der Diskussion eindeutig profitierte. Mein Vortrag fand gleich am ersten Konferenztag statt. Ich erhielt zahlreiche wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung meiner Arbeit von Experten (z.B. Harvard University). Das Feedback war teils kritisch, jedoch stets konstruktiv. Auf dessen Basis plane ich nun, ein Paper zur Einreichung bei einem Sonderheft einer renommierten Zeitschrift zu verfassen.

Insgesamt bot die Konferenz viele Gelegenheiten zum „Netzwerken“. Dies war durch die bereits beschriebe Einteilung sowie die gemeinsam verbrachten Pausen und die insgesamt sehr offene Atmosphäre besonders begünstigt. Insofern war der Besuch des EGOS Colloquium sehr förderlich, da er mir – gerade im Hinblick auf meine weitere Karriere in der Wissenschaft – ermöglicht hat, Schritte zur Etablierung in der „Gemeinde“ zu gehen. Dies erscheint zu diesem Zeitpunkt des Übergangs vom Promovierenden zum Post-Doc-Status besonders wertvoll.