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Konferenzbericht zur Teilnahme an der 14. International Conference on Research in Advertising

von Philipp Brune

Die 14. International Conference on Research in Advertising (ICORIA) fand vom 26. bis zum 28. Juni 2014 an der Universität Amsterdam statt. Bei der ICORIA handelt es sich um die größte europäische Tagung im Bereich Werbung/Kommunikation/Marketing mit einem Teilnehmerkreis von mehr als 160 internationalen Forscherinnen und Forschern. Die ICORIA findet jährlich in verschiedenen europäischen Städten statt und genießt innerhalb der internationalen werbewissenschaftlichen Community ein hohes Ansehen. Auf der ICORIA werden jedes Jahr aktuelle Forschungsprojekte und „State-of-the-Art“-Forschung aus dem Bereich der Werbe-, Kommunikations- und Marketingforschung vorgestellt und diskutiert.

Das von mir vorgestellte Paper „When consumers go blind: The effects of repetition, user type, and attention tactics on banner blindness“ befasst sich mit der wesentlichen – und bislang vernachlässigten – Frage, wie schnell Konsumenten sich an Banneranzeigen im Internet gewöhnen und diese zu ignorieren beginnen. Der Beitrag beschreibt theoretisch unterschiedliche konsumententypische Aufmerksamkeitsmuster und verdeutlicht empirisch, wie schnell der Habitualisierungsprozess an die Struktur einer Website entsteht. Ferner zeigen die Ergebnisse der Studie, dass das Phänomen der Banner Blindness durch den Habituisierungsprozess zu einem großen Teil erklärt werden kann. Auf der Implikationsebene werden in dem Paper Kommunikationsstrategien diskutiert, wie der Habituisierungsprozess an Websitestrukturen aus Sicht der Praxis moderiert werden kann.

Die Präsentation des Beitrags fand in einer Session zum Thema Online-Shopping und Online-Consumer-Behavior am 27.06. statt. Der Vortrag löste eine rege Diskussion über die Ursachen von Habituisierungsprozessen aus, die theoretisch zu einer weiteren Spezifizierung der Forschung führen können. Auch im Nachgang an die Session wurden weitere Gespräche über das Paper und die Ergebnisse der Studie geführt, die ebenso dazu beitragen, eine erfolgversprechende Weiterentwicklung des Forschungsprojektes zu realisieren.