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Tagungsbericht zur 34. World STAR (Stress and Anxiety Research) Conference vom 1.-3. Juli 2013 an der Universität der Algarve in Faro (Portugal)

von Martina Braasch

Die Stress and Anxiety Research Society (STAR) ist eine multidisziplinäre, internationale Forschergemeinschaft, deren Forschungsschwerpunkte sowohl theoretische als auch angewandte Aspekte zu den drei zentralen Themengebieten Angstempfinden, Stress und Stressbewältigung umfassen. Bei den jährlichen Konferenzen treffen Wissenschaftler aus über 40 verschiedenen Ländern zusammen, um ihre aktuellen Forschungsergebnisse oder -vorhaben vorzustellen und auszutauschen, sowie weiterhin im Austausch mit den anderen Forschern akute Problematiken zu diskutieren und Anregungen für weitere Forschungsaspekte zu erhalten.

Somit bietet die STAR-Tagung neben interessanten fachlichen Vorträgen und Einblicken in die Forschungsvorhaben anderer Wissenschaftler auch die bedeutende Gelegenheit, das eigene Forschungsvorhaben zu reflektieren und von dem Erfahrungsaustausch innerhalb dieser Gemeinschaft zu profitieren. Dies geschieht zudem in einer sehr kollegialen und auch persönlichen Atmosphäre, die wahrscheinlich auch durch den etwas kleineren Rahmen der Tagung mit ca. 250 Teilnehmern gefördert wird. Dennoch nehmen jedes Jahr sehr etablierte und renommierte Forscher aus den Feldern der Stressforschung und des Angstempfindens an der Tagung teil, die mit ihrer Expertise insbesondere für Nachwuchsforscher eine optimale Gelegenheit zur fruchtbaren Diskussion und Hilfestellung bei eigenen Projekten bieten.

Die diesjährige Konferenz umfasste neben für das eigene Forschungsprojekt gewinnbringenden Symposien, wie beispielsweise das von Frau Prof. Buchwald geleitete Symposium zu sozialer Unterstützung und ihrer Rolle für das Stressempfinden am Arbeitsplatz, in der Schule und der Gesellschaft, in dem auch der Experte im Bereich der social support Forschung Prof. Krys Kaniasty integriert war, weitere sehr anregende Vorträge von renommierten Forschern wie Prof. Américo Baptista (Portugal), Prof. Johan Denollet (Niederlande) sowie Prof. Roxane Cohen Silver (Kalifornien) zu aktuellen Forschungsmethoden und -schwerpunkten der Stress- und Angstforschung.

Der eigene Vortrag im Rahmen einer Poster-Präsentation zum Thema „The Influence of Social Support on Students‘ Aspiration to take up University Studies“ fand am ersten Konferenztag im Rahmen einer E-Poster Session im Auditorium der Universität statt. Wenn auch sehr kurz gehalten, so bot der Vortrag doch eine gute Gelegenheit, erste Erfahrungen im Wissenschaftsbereich zu sammeln und in anschließenden Gesprächen mit anderen Forschern, die sich ebenfalls mit dem Konstrukt des social support beschäftigen, auszutauschen. Als besonders fruchtbar für das eigene Dissertationsprojekt kann neben dem fachlichen Input insbesondere der Kontakt mit Prof. Krys Kaniasty – amtierender Präsident der STAR Society – betrachtet werden, welchen meine Doktormutter und ehemalige Präsidentin der Society, Prof. Petra Buchwald, direkt am ersten Tag gerne herstellte.

Ich danke dem ZGS für die Ermöglichung der Teilnahme an dieser Tagung, da ich hierdurch wichtige Erkenntnisse für die weitere Planung meines eigenen Forschungsprojektes sammeln konnte!