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Tagungsbericht: "About Time: Conceptualising and Representing Temporality in German, Swiss and Austrian Culture" (Dublin, 28.–30. Juni 2012)

Vom 28. bis zum 30. Juni 2012 hat am University College Dublin (Irland) unter dem Titel „About Time: Conceptualising and Representing Temporality in German, Swiss and Austrian Culture“ eine internationale Konferenz stattgefunden, die literarische Zeit-Konfigurationen in historischer wie systematischer Perspektive in den Fokus stellte und damit Kernfragen meines Dissertationsprojekts berührte.

Bereits im Vorfeld der Tagung wurde ein von mir 2011 publizierter Artikel zu Zeit als kick-off verschickt. Im Rahmen der Konferenz habe ich das Theoriedesign meines Projekts skizziert sowie eine exemplarische Analyse von Grimmelshausens Simplicissimus (1668) vorstellen und diskutieren dürfen. Eingebettet war mein Vortrag in eine Sektion zu vormodernen Konfigurationen von Zeit, die anhand von Texten des 12., 14. und 17. Jahrhunderts deren Heterogenität nachging. Ertragreich war nicht nur der Abgleich mit Phänomenen in anderen vormodernen Texten, die in mancherlei Hinsicht den Zeit-Konfigurationen im Simplicissimus ähnelten, sondern auch der Blick über die Frühe Neuzeit hinaus. Gerade die Vielzahl und Diversität der Beiträge erlaubte es, mein Theoriedesign im Hinblick auf ein weites Spektrum von Texten zu durchdenken und mich innerhalb der vielfältigen Diskurse zu positionieren. Die Konferenz war eine dankbare Gelegenheit, Schlüsselkonzepte meines Projekts zu erproben.

Die Tagung zeichnete sich durch die Qualität der Vorträge aus; die konstruktiven und anregenden Diskussionen fanden in die Kaffeepausen und im Abendprogramm häufig eine Verlängerung. Neben den inhaltlichen Impulsen, die mir die Tagung gegeben hat, konnte ich einige nationale wie internationale Kontakte knüpfen, die während der Tagung intellektuell stimulierend waren – und es hoffentlich auch darüber hinaus bleiben werden.