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11th World Congress of the International Federation of Scholarly Associations of Management

Keynote Speaker Jean Bartunek & David Abdulai

Der 11te World Congress of the International Federation of Scholarly Associations of Management (IFSAM) ist eine alle zwei Jahre stattfindende Konferenz im Bereich Management. Dieses Jahr fand die Konferenz an der Kemmy Business School der Universität Limerick in Irland statt. Vom 25. bis 29. Juni 2012 haben sich dort internationale Wissenschaftler zum Austausch über aktuelle und zukünftige Forschungsprojekte getroffen.

Für uns begann die Konferenz am 25. Juni mit einem eintägigen Doktorandenkolloquium. Dieses bestand hauptsächlich aus drei Komponenten. Zunächst gab es mehrere Vorträge zu grundsätzlichen Themen, wie „Publishing in International Journals“ vom Prof. Peter Dowling (La Trobe Business School, Australia) sowie einem sehr aufschlussreichen Vortrag von Prof. Wolfgang Mayrhofer (Wirtschaftsuniversität Wien, Österreich) zum Betreuungsprozess der Promotion mit dem Titel „The Supervision Relationship From the Perspective of the Student and the Supervisor.“ Im Anschluss an diese Vorträge wurden in einem kleinen Kreis von „Roundtables“ die Promotionsvorhaben diskutiert. Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Format war eine kompetitive Vorauswahl, die im Vorfeld der Konferenz stattfand. Die „Roundtables“ wurden jeweils von zwei erfahren und renommierten Wissenschaftlern geleitet, die spezielles Feedback zu den Dissertationsprojekten geben konnten. Es wurden dabei Probleme angesprochen, Lösungsansätze aufgezeigt sowie vielfältige weitere Forschungs- und Kooperationsmöglichkeiten diskutiert. Die eigene Arbeit wurde hierbei konstruktiv-kritisch durchleuchtet und die beiden Mentoren haben ihre wissenschaftliche Erfahrung aus unterschiedlichen Blickwinkeln beigesteuert. Dieses fachliche Feedback ist als sehr wertvoll einzuschätzen und hat die Qualität der eigenen Idee noch einmal auf den Prüfstand gestellt. Darüber hinaus hat das aktive diskutieren sowohl die sprachliche Kompetenz als auch die Argumentationsfähigkeit geschärft. Die Reflektion der eigenen Arbeit in diesem Format stellte sich als sehr fruchtbar heraus. Weiterhin gab es als dritte Komponente die offenen „Faculty Panel Sitzungen“, bei denen renommierte Wissenschaftler über die eigenen Erfahrungen zu den unterschiedlichsten Themen referierten. Eine Sitzung stand zum Beispiel unter dem Motto: “What I know now that I wish I'd known then – key advice for establishing an academic career.”

Von Mittwoch bis Freitag wurden dann auf der IFSAM Konferenz wissenschaftliche Vorträge oder Keynotes aus den unterschiedlichen Bereichen der Managementforschung vorgestellt. Dabei wurden fast durchgängig 8 parallele Themenblöcke angeboten, die aus jeweils vier Vorträgen bestanden. Insgesamt gab es achtzig dieser Sitzungen, bei denen Wissenschaftler aus mehr als 46 Ländern vorgetragen haben. Zwischen den Vorträgen gab es reichlich Zeit zur Interaktion und dem Austausch mit Kolleginnen und Kollegen rund um die Welt. Im Rahmen dieser Sitzungen fand auch der fünfzehn minütige Vortrag von Heiko Breitsohl und Sascha Ruhle zum Thema „Differences in work-related attitudes between Millennials and Generation X: Evidence from Germany“ statt. Sowohl die Präsentation als auch die anschließende Diskussion stellten eine lehrreiche Erfahrung dar. Der wissenschaftliche Austausch mit internationalen Kollegen, der einen Kern der Wissenschaft bildet, war bereichernd und führte zu vielen neuen Ideen.

Auch kulturelle Eindrücke aus Irland konnten gesammelt werden. So zeigte sich die irische Bevölkerung als extrem gastfreundlich und offen. Die Stadt Limerick, vor allem aber King John‘s Castle, gaben eindrucksvolle Einblicke in die irische Geschichte. Der Abschluss des zweiten Konferenztages wurde mit einem irischen Barbecue eingeläutet, das auch kulinarische Erkenntnisse offenbarte und von traditioneller, irischer Musik und Tanz begleitet wurde.

Insgesamt hat uns diese fünftägige Reise neue wissenschaftliche Ideen, interessante Eindrücke, wertvolle Erfahrungen und viel Spaß vermittelt. Für die Unterstützung der Finanzierung möchten wir dem ZGS herzlichst danken. Wir hoffen, dass in Zukunft auch andere Nachwuchswissenschaftler weiter die Möglichkeit bekommen, an solch prägenden Konferenzen teilnehmen zu können.