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“2011 Babson College Entrepreneurship Research Conference” (8.-11. Juni 2011), Syracuse (USA)

Foto vom Campus

Auf der Babson College Entrepreneurship Research Conference  (BCERC) vom 08.-11. Juni 2011 an der Whiteman School of Management in Syracuse, NY, USA diskutierten 300 Wissenschaftler aus 27 Ländern zu aktuellen Themen und Strömungen aus den Entrepreneurship- Wissenschaften.

Entrepreneurship wird am Babson College nicht nur als eine akademische Disziplin verstanden.  Hier wird Entrepreneurship gelebt. Bereits die BCERC zeigt, hier werden Wissenschaft und Praxis miteinander verbunden. Unternehmer sind nicht mehr nur Menschen mit einem speziellen genetischen Code – Unternehmertum ist lehrbar und lernbar. Das Angebot an Themen ist vielfältig und bunt. Wer die Konferenz verlässt, ist mit reichlich Tools (Methoden, Instrumenten), die bei der Unternehmensgründung dienlich sein können, ausgestattet und weiß, dass jeder Mensch durch das eigene Handeln etwas in der Welt verändern kann. Auf dieser Konferenz werden innovative Ansätze in ein erfahrungsbasiertes Lernumfeld implementiert. Die Konferenzräume kann man sich als lebendes, dynamisches Laboratorium vorstellen, in denen Vorträgen gelauscht und in lebhaften Diskussionen zukünftige wissenschaftliche Arbeiten gestaltet werden.  Wissenschaftler verlassen die Konferenz mit einem Eindruck dessen, was derzeit in ihrem Forschungsfeld passiert und dem Wissen, dass sehr viele Fragen bisher unbeantwortet sind. Jeder Vortrag wirft Fragen auf, liefert den Grundstein für wissenschaftliche Arbeit oder praktische Implementierung.

Die Konferenz vereint theoretische Arbeiten „Entrepreneurial Orientation and Firm Performance: A Dynamic Perspective“ (T.H.Clausen), Vorträge für die Praxis „Leading Entrepreneurial Teams: Insights from Jazz Groups“ (Ucbasaran, Lockett und Humphreys) sowie Beiträge aus der Praxis „Corporate Entrepreneurship Training: Objectives, Process And Outcomes“. Wie kaum eine andere, erlaubt die Babson-Konferenz seinen Teilnehmern die Kraft des Feedbacks und des gemeinsamen Gestaltens in einem frühen Stadium auch für die eigene wissenschaftliche Arbeit zu nutzen. So sind unter den Vorträgen auch „Work in Progress-Beiträge“ keine Seltenheit. Thematisch reicht das Repertoire von Unternehmensplanung und -gründung, Familienunternehmen, Innovation, Wachstum und Effizienz bis zu unternehmerischer Kognition und Orientierung, unternehmerisches Denken und Handeln (Effectuation), Lernen und strategische Orientierung, um hier nur einige Richtungen aufzuzeigen.

Meine Forschungsarbeit „Effectuation in Mature Industries – Companionship, Contradiction or Contingency“ durfte  ich im Rahmen einer 20-minütigen Paper-Session vorstellen. Die sehr anregende Diskussion und konstruktiven Frage konnten mein Forschungsvorhaben einen großen Schritt nach vorne bringen. Inspiriert durch neue Kontakte, interessante Forschungsfragen und jede Menge neuer Eindrücke bin ich in den Unialltag zurückgekehrt.

Mein persönliches Highlight waren die zum Teil sehr anregenden Diskussionen. Belebend, emotional, kritisch. Ganz gleich, ob Professor oder Doktorand – jeder kam zu Wort. Die Wissenschaftler waren mit Herzblut dabei – argumentierten, philosophierten, debattierten. Wurde eine Diskussion zu heftig, fand sich immer ein Professor, der mildernd eingriff. Jemand, der den Wert der Leistung  hervorhob und die Komplexität des Sachverhalts betonte. Diese Form der Zusammenarbeit erlebte ich als sehr inspirierend. Der Tenor war Fragen aufzuwerfen, sich unvoreingenommen NEUEM zu öffnen und bereit sein dazu zu lernen!

Whiteman School of Management