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32. TaBu Dag, 17.-18. Juni 2011, Groningen/Niederlande

Der Haupteingang der Universität zu Groningen

Der jährliche „TaBu Dag“ ist eine internationale linguistische Konferenz, organisiert von der Universität Groningen in den Niederlanden. Erfahrene Forscher, Studierende sowie angehende Sprachwissenschaftler nehmen an der Tagung teil und tauschen Erfahrung und Kompetenzen aus. Jedes Jahr werden renommierte Gastredner aus verschiedenen Bereichen der Sprachwissenschaft eingeladen, was zu einem abwechslungsreichen Programm beiträgt. Darüber hinaus bietet die Konferenz eine Möglichkeit, andere Linguisten zu treffen und sich über aktuelle Forschungstendenzen in verschiedenen Bereichen der Sprachwissenschaft auszutauschen. Des Weiteren ist „TaBu Dag“ eine hervorragende Gelegenheit für Doktoranden und Postdoktoranden ihre Arbeiten zu präsentieren und nützliche Rückmeldungen zu erhalten.

Dieses Jahr fand der 32. „TaBu Dag“ am 17. und 18. Juni 2011 statt. Die Tagung fing mit dem Gastvortrag von Prof. Peter Mariën (Vrije Universiteit Brussel) an, der über die neuesten Tendenzen in der Neurowissenschaft und Neurolinguistik berichtete. Im Anschluss fand der von der Universität Groningen und Gemeinde Groningen organisierte Weinempfang statt. Parallel dazu wurde die erste Postersession durchgeführt, in der ich mein Poster zum Thema Minimale Syntax, syntaktische Merkmale und Erwerb von impersonalen Konstruktionen im Deutschen als Fremdsprache präsentierte.

Am Samstag fing die erste Plenarsitzung, deren Gastrednerin Dr. Suzanne Beeke (University College London) war, um 9 Uhr an. Das Thema des Vortrages waren die neuesten empirischen Erkenntnisse aus der  Neuro- und Psycholinguistik sowie die Möglichkeiten, die die Konservationsanalyse für die Behandlung von Aphasien zu bieten hat. Danach wurden spezialisierte Workshops aus den Bereichen Syntax/Semantik, Morphologie/Phonologie, experimentale Linguistik, Pragmatik/Diskurs, Aphasien/Neurolinguistik angeboten, die bis 17 Uhr liefen. Von 12 bis 13.15 Uhr fand die zweite Postersession statt, die einen regen Austausch unter Kollegen auslöste. Auf dieser Postersession hatte ich die Gelegenheit, mein Poster und darüber hinaus einen Teil meiner Dissertation einem breiterem Publikum vorzustellen.

Die Tagung wurde mit dem Gastvortrag von Prof. em. Barbara Partee (University of Massachusetts at Amherst) abgerundet. Neben Prof. Richard Montague (1930-1971), dem Mathematiker, Linguisten, Philosophen und Klassiker der formalen Semantik natürlicher Sprachen, zählt Prof. Partee zu den Hauptbegründern der modernen formalen Semantik. Dieser wertvolle Vortrag, der fast eine Stunde länger als geplant dauerte, stellte einen kohärenten und spannenden Abriss der Geschichte der formalen Semantik und der Montague-Grammatik aus der Innenperspektive dar, was viele Fragen aus dem Plenum im Anschluss initiierte.

Mein Poster auf dem TaBuDag
Der Gastvortrag von Prof. Barbara Partee - ein Blick ins Publikum