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„Husserl-Arbeitstage 2015: Phänomenologie und Anthropologie“ Freiburg, 15-17 Januar 2015

„Phänomenologie und Anthropologie“ lautete das Thema der diesjährigen, von der Deutschen Gesellschaft  für phänomenologische Forschung in Kooperation mit dem Husserl-Archiv Freiburg veranstalteten Husserl-Arbeitstage. Vom 15. bis 17. Januar 2015 trafen sich 23 Forscher aus acht verschiedenen Ländern, um vor allem eine noch relativ unbeachtete Perspektive der Philosophie Edmund Husserls zu analysieren: Die Möglichkeit einer phänomenologischen Untersuchung über das Wesen des Menschen.


Eröffnungsveranstaltung der Husserl-Arbeitstage 2015 war die erstmals vorgetragene „Husserl Lecture“. Diese hatte als Thema „Die gegenwärtige Bedeutung der Phänomenologie“ und wurde vom Prof. Thomas Fuchs aus Heidelberg gehalten. Prof. Nicola de Warren aus Leuven hielt den Abendvortrag – mit dem Thema „Husserl und die Ideen von 1913“ –, während im Abschlussvortrag der aktuelle Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phänomenologische Forschung Prof. Christian Bermes aus Landau seine Perspektive über Anthropologie als Kultur der Vernunft präsentierte.


Die weiteren 20 Vorträge wurden in sechs Sektionen verteilt: 1) Intentionalität, Situationalität, Habitualität; 2) Leiblichkeit; 3) Das Soziale und das Ethische; 4) Lebenswelt und Kultur; 5) Wege phänomenologischer Anthropologie; und 6) Interdisziplinäre Anthropologie. Irene Breuer und Abbed Kanoor von der Bergischen Universität Wuppertal analysierten etwa Husserls Theorie der Funktion des Leibes in der Konstitution der Raumwelt und Hans Blumenbergs philosophisch-anthropologische Lektüre von Husserls; Dirk Fonfara vom Husserl-Archiv Köln sprach vom Hintergrund der problematischen, ersten Editionsarbeit von Husserls Ideen II in den 1950er Jahren und präsentierte die 2015 zu erschien und vom Kölner Archiv herausgegebene Neuedition des Werkes. Der Titel meines Vortrags lautete „Zum Problem  des anthropologischen Hintergrunds: Alfred Schütz‘ Interpretation eines Husserl’schen Ansatzes“. Im Zentrum meiner Überlegungen stand die These des anthropologischen Hintergrunds der Lebenswelttheorie von Alfred Schütz. Ziel meines Vortrags war es, im Anschluss an den Schütz-Forscher Ilja Srubar auf den Ursprung der anthropologisch fundierten Ontologie der Lebenswelt Alfred Schütz‘ in seiner Kritik der Transzendentalphänomenologie Husserls hinzuweisen.


Für weitere Informationen zur Tagung: http://www.husserlarchiv.de/nachrichten/husserl-arbeitstage