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Symposium: „Memory and Postcolonial Studies. Synergies and New Directions“, Nottingham

Das Symposium mit dem Titel „Memory and Postcolonial Studies. Synergies and New Directions“ fand am 10. Juni 2016 an der University of Nottingham statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Fachgruppe „Language, Texts and Society“ und der Research-Gruppe „Memory Studies and the Politics of Memory“. Hauptverantwortlich für die Organisation war Prof. Dr. Dirk Göttsche.
Die Tagung hatte zum Ziel, Verbindungen und Synergien zwischen aktuellen Forschungsansätzen der Memory Studies und der Postcolonial Studies aufzuzeigen und interdisziplinäre Zusammenhänge zu exemplifizieren.

Ausgehend von dem gegenseitigen Einfluss der Theorie einer kritischen Erinnerung der kolonialen Erfahrungen und dem postkolonialen Diskurs wurden basierend auf den einflussreichen Studien von Michael Rothberg (Multidirectional Memory: Remembering the Holocaust in the Age of Decolonization, 2009) und Stef Craps (Postcolonial Witnessing: Trauma out of Bounds, 2013) die Schnittstellen beider Felder diskutiert.

Nach einem Eröffnungsvortrag von Stef Craps wurden über den Tag in drei Breakout Sessions jeweils drei bis vier Interessenfelder angeboten. Innerhalb dieser Felder wurden  drei Vorträge hintereinander gehalten und im Anschluss folgte eine Diskussion.

Die Gäste der Tagung waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Forschung einen oder beide Theorieansätze einschließt. Es wurden außerdem die in der Region East Midlands aktiven Research-Gruppen und -Zentren vorgestellt, so dass ein breites Spektrum und eine spannende Vernetzung der Universitäten Nottingham, Birmingham, Leicester und Warwick sichtbar wurde.

Für mein Dissertationsvorhaben, das sich mit der Verbindung der in Ingeborg Bachmanns Spätwerk angelegten Erinnerungspoetik und Texten der Gegenwartsliteratur in Bezug auf die Theorie des Postmemory beschäftigt, war der Besuch der Tagung sowohl durch die Themen der Vorträge als auch durch den Austausch mit internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, deren theoretische Ausgangspunkte sich mit meinen überschneiden, sehr bereichernd.

Ich danke dem ZGS für die finanzielle Unterstützung, welche mir den Besuch der Tagung und neue Impulse für die Fortsetzung meiner Arbeit ermöglicht hat.