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64th ASMS Conference on Mass Spectrometry and Allied Topics

Mit der Förderung durch das ZGS war es mir möglich, an der diesjährigen 64. Konferenz für Massenspektrometrie und verwandte Themen der ASMS (American Society for Mass Spectrometry) teilzunehmen und dort mein Poster mit dem Titel „Development and characterization of an FT-QIT with in situ electron ionization for residual and trace gas analysis“ zu präsentieren. In diesem Jahr fand die Konferenz vom 05. Juni – 09. Juni in San Antonio (Texas, USA) statt. Auf dem Gebiet der Massenspektrometrie ist die ASMS Conference mit rund 7000 Teilnehmern die weltweit größte Fachtagung. In täglich über 700 Posterbeiträgen und zwei Vortragsrunden zu je acht parallel stattfindenden Sessions werden wissenschaftliche Ergebnisse präsentiert und diskutiert. Da neben der reinen Massenspektrometrie auch eine Vielzahl verwandter Forschungsthemen auf der Konferenz diskutiert wird, bietet die Konferenz insbesondere auch den Austausch interdisziplinärer, wissenschaftlicher Erfahrungen.

Diese Interdisziplinarität spiegelt sich auch in dem Projekt, an dem ich für mein Promotionsvorhaben arbeite, wider, sowie in dem an der Bergischen Universität Wuppertal gegründeten Institut – ipaMS. Das ipaMS – Institute for Pure and Applied Mass Spectrometry – ist ein fakultätsübergreifendes Zentrum zu dem u. A. die Analytische Chemie, die Physikalische und Theoretische Chemie sowie die Elektrotechnik zählen. Mit insgesamt 9 Postern war das ipaMS auf der diesjährigen ASMS Conference vertreten. Die Außenwirkung, unterstützt durch unsere selbst gestalteten Gruppen-Shirts, und somit die internationale Wahrnehmung sind enorm, wodurch die Möglichkeit neue Kooperationen zu knüpfen deutlich gesteigert wird.

Wie bereits weiter oben erwähnt, ist neben der Präsentation des eigenen Posters ausreichend Zeit und Möglichkeit, sich in zahlreichen Vorträgen und Posterbeiträgen über die aktuelle Forschung anderer Arbeitsgruppen zu informieren. Natürlich ist es nicht möglich, sich täglich über 700 Poster anzuschauen und sich jeden Vortrag anzuhören. Ein großer Vorteil ist aber, dass es bei diesem sehr umfangreichen Konferenzprogramm ausreichend Überschneidungen mit den eigenen Interessensgebieten gibt. So habe ich beispielsweise sehr interessante Gespräche mit einer Gruppe der NASA führen können, die Untersuchungen an Gesteinsproben des Mars durchführen. Dabei verfolgen sie ähnliche analytische Ansätze wie es in meinem Projekt der Fall ist und beobachten vergleichbare Probleme und Hürden.

Bei der Menge an Beiträgen ist es nicht unwahrscheinlich, dass man einige möglicherweise sehr informative Poster und Vorträge verpasst. Zur anschließenden Nachbereitung der Konferenz sind sämtliche Posterbeiträge sowie die Vorträge für einige Wochen online verfügbar.

Insgesamt bin ich mit meinem Konferenzbesuch sehr zufrieden. Die Präsentation der eigenen Arbeit hat nicht nur sehr viel Freude bereitet sondern auch viel positives Feedback eingebracht. Die Themen „Miniaturisierung von Massenspektrometern“ und „Ionenfallen“, die mit meinem Beitrag thematisch eng verwandt sind, hatten meines Erachtens dieses Jahr einen deutlich höheren Stellenwert. Somit gab es vor allem einige äußert interessante Vorträge, die dazu anregen, sich mit den Publikationen der Vortragenden näher zu beschäftigen.

Auf vergangenen Konferenzen habe ich bereits einige interessante Menschen aus den verschiedensten Ländern der Welt kennen lernen dürfen. Neben dem enormen Wissenszuwachs ist es daher immer wieder auch schön, diese Menschen dort wieder zu treffen, sich auszutauschen oder eben auch viele neue Bekanntschaften zu knüpfen, die möglicherweise die Türe öffnen können für eine Zeit nach der Promotion.