Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Nachlese zur 4. Effectuation Konferenz

Die zentrale Konferenz für Wissenschaftler und Praktiker im Themenfeld „Entrepreneurial Cognition und Effectuation“ wurde in diesem Jahr Anfang Juni in Bodø, Norwegen, ausgetragen. Im Lichte der Mitternachtssonne trafen sich hier ausgewählte Teilnehmer/innen, um über wissenschaftliche Paper, Unterrichtsformate, Lehrmethoden und praxisrelevante Themen zu diskutieren.

Wie in jedem Jahr war der Austausch zu den aktuellen Forschungsarbeiten der teilnehmenden Wissenschaftler/innen ein Kernelement der Konferenz. Die im Vorfeld versandten Reviews waren ausführlich und konstruktiv, so dass insbesondere Nachwuchswissenschaftler viel Raum hatten ihre Arbeiten im Zuge der Konferenzvorbereitung weiterzuentwickeln. Diskutiert wurden in diesem Jahr Paper zu Effectuation im Kontext der Entrepreneurship-Theorie, Kognition und Entscheidungsfindung, Nachhaltigkeit und Social Entrepreneurship, Innovation und Technologie, Corporate Entrepreneurship, Kreuzungspunkte mit anderen Theorien und Effectuation in der Lehre. Kontroverse Impulse zum Stand der Effectuation-Forschung und den Entwicklungspotenzialen setzte Denis Gregoire von der HEC Montréal in seiner Keynote.

Neben der wissenschaftlichen Arbeit fand auch der Transfer des Effectuation-Ansatzes in den Praxiskontext Beachtung. Hier teilten insbesondere Dozenten/innen ihre Projekterfahrungen mit Entrepreneuren/innen. In einem gesonderten Forum wurden Tools getestet und diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und Erkenntnisse verdichtet. Dass effektuales Denken und Handeln lern- und lehrbar ist und sich in allen möglichen Kontexten der Ungewissheit als nützlich erweist, ist mittlerweile unbestritten. Umso mehr Aufmerksamkeit wurde der Frage gewidmet, wie effektuales Denken und Handeln in unterschiedlichen Kontexten vermittelt und angewandt werden kann.
Auch in diesem Jahr war das gemeinsame Kochen nach Effectuation ein Highlight. Am zweiten Abend kreierten neun Teams zu je sechs bis sieben Personen ein unnachahmliches Dinner in mehreren Gängen. Gekocht und gezaubert wurde dabei ausschließlich mit dem, was die Küche zu bieten hatte.