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Workshop: Intro- und Retrospektion

(organisiert von der AG Qualitative Methoden in der Didaktik und den Erziehungswissenschaften)

Bild: Frau Jun.-Prof. Dr. Lena Heine erklärt, Bild: Jan Kassel

Referentin: Jun.-Prof. Dr. Lena Heine

Zeit: 01. März 2012, 10:00 - 17:00 Uhr

Ort: T.09.01, Bergische Universität Wuppertal, Campus Grifflenberg

Teilnehmer: 8 Teilnehmer aus den Fachbereichen A, B und G

 

N O P C R O P - „So, mal seh‘n. NOPCROP…hmm…ROP…POR…POP…POP-CR…POP-CRN… Ah, ich habs: POPCORN.”

Dieses kurze Laut-Denk-Protokoll der Lösung eines Anagramms ist während des Workshops Intro- und Retrospektion mit Jun.-Prof. Dr. Lena Heine (Ruhr-Universität Bochum) entstanden. Es erlaubt uns einen Einblick in die kognitiven Prozesse beim Buchstabenpuzzeln und ist damit ein Beispiel für die ‚Hineinschau‘, die Introspektion.

Bei dem Workshop am 1. März 2012 ging es um die Frage, wie man mentale Abläufe erfassen und auf kognitive Prozesse rückschließen kann. Ausgehend von den Fragen der TeilnehmerInnen (mit Blick auf ihre Promotionsvorhaben) haben wir zunächst das Begriffschaos rund um Intro- und Retrospektion diskutiert und einen Lösungsvorschlag, der auf wichtigen Unterscheidungen und einer theoretischen Fundierung fußt, kennengelernt. Im Anschluss haben wir Aufgabenstimuli für Probanden formuliert und diskutiert. Gewinnbringend war dabei die Integration zahlreicher Beispiele aus dem Datenpool der Workshopleiterin. Diese wurden auch für den letzten großen thematischen Bereich, nämlich die Auswertung von Laut-Denk- und anderen Verbalprotokollen genutzt. Bei all dem kam das Diskutieren individueller Fragen, die mit den jeweiligen Promotionsprojekten verbunden waren, nicht zu kurz.

Dem Workshop ging eine Vorbereitungssitzung voraus, während der wichtige Aspekte aus zwei Grundlagentexten diskutiert wurden. Diese Veranstaltung wurde von den AG-Mitgliedern vorbereitet und durchgeführt. Für zukünftige Workshops kann solch eine Sitzung unbedingt empfohlen werden, da die TeilnehmerInnen so bereits vor dem Workshop die Möglichkeit hatten, in die Materie einzusteigen und Anknüpfungspunkte an ihre Forschung zu entdecken. Die resultierenden Fragen, Diskussionspunkte und Anregungen wurden gesammelt und an die Referentin zur Vorbereitung weitergeleitet. So konnte Frau Heine die Inhalte individuell an unsere Gruppe anpassen. Dies steigerte die Produktivität und Tiefe des Workshops mit der Referentin. Sowohl die TeilnehmerInnen als auch Frau Heine haben daher sehr positive Rückmeldungen zur Vorbereitungssitzung gegeben.

Der ganze Methodenworkshop fand in einer sehr offenen und freundlichen Atmosphäre statt. Durch die Ausrichtung auf die individuellen Bedürfnisse haben alle acht Teilnehmer, die aus den Fachbereichen A, B und G kamen, sehr von dem Workshop profitieren können. Wir bedanken uns ganz herzlich beim ZGS für die Finanzierung und Mithilfe bei der Organisation und freuen uns auf weitere erfolgreiche Workshops.

Jan Kassel