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Workshop Einzel-/Gruppeninterviews

(organisiert von der AG Qualitative Methoden in der Didaktik und den Erziehungswissenschaften)

Referent: PD. Dr. Marcell Saß

Zeit: 14.06.2012, 09:00-17:00

Ort: B.06.01, Bergische Universität Wuppertal, Campus Grifflenberg

Teilnehmer: 12 Teilnehmer aus den Fachbereichen A, B und G

Der dritte Workshop in der von der „AG für Qualitative Methoden in der Didaktik und den Erziehungswissenschaften“ organisierten Reihe wurde zu Einzel- und Gruppeninterviews ausgerichtet. Dazu hat PD Dr. Marcell Saß, Professurvertreter für Praktische Theologie und Religionspädagogik (Lehrstuhl Prof. Dr. Christian Grethlein) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster,  uns an seiner langjährigen Erfahrung mit Interviews mit Kindern und Erwachsenen teilhaben lassen.


Der Workshop gliederte sich grob in zwei Teile: Am Vormittag wurden wissenschaftstheoretische Grundlagen aus verschiedenen Paradigmen zur qualitativen Forschung behandelt. Neben zahlreichen Anwendungsbeispielen mit qualitativen Interviews wurde auch die Relevanz für andere qualitative Forschungsmethoden sichtbar. Die TeilnehmerInnen sind sich darin einig, dass Herr Saß uns hier einen gelungenen Überblick zu den wissenschaftstheoretischen Ansprüchen eines Dissertationsprojektes vermittelt und uns die Angst vor theoretischen Entscheidungen genommen hat.


Nach einem klar strukturierten Fallbeispiel, bei dem wir in Gruppenarbeit alle Planungsschritte eines Forschungsdesign mit Interviews eigenständig durchdenken konnten, hat Herr Saß im zweiten Teil des Workshops die einzelnen Schritte eines solchen Designs ausführlich behandelt. Er gab viele wertvolle Tipps für wichtige Vorabentscheidungen (z.B. Leitfadenerstellung, Auswahl des Settings, Auswahl der Aufnahmetechnik), für eine gründliche Datenaufbereitung bis hin zur Datenauswertung unter wissenschaftlichen Gütekriterien. Dabei ist es ihm immer wieder gelungen, an die einzelnen Forschungsprojekte der TeilnehmerInnen anzuknüpfen. Der Workshop kann insgesamt als äußerst informativ und anregend beschrieben werden – was nicht zuletzt an der produktiven Arbeitsatmosphäre und der angenehm offenen Persönlichkeit des Referenten lag.


Unsere AG bedankt sich daher ganz herzlich bei Herrn Saß und natürlich beim Zentrum für Graduiertenstudien für die organisatorische und finanzielle Unterstützung.

Britta Hövelbrinks