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Gattungsspezifisches Erzählen: Formen und Formwandel

21. bis 22.04.2012, Bergische Universität Wuppertal, Gästehaus (Campus Freudenberg)

2. Workshop der AG Erzählforschung im Rahmen der Kooperation des Zentrums für Graduiertenstudien (BUW) und der Graduiertenschule Kultur- und Sozialwissenschaften (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Oberflächlich betrachtet, scheinen Erzähl- und Gattungsforschung zwei wissenschaftliche Disziplinen zu sein, die divergenter kaum sein könnten: Geht es der klassischen Erzähltheorie vor allem darum, die Struktur einzelner Texte zu erfassen, ist die Gattungstheorie vornehmlich darum bemüht, das Gemeinsame bestimmter Textgruppen zu bestimmen. Steht im ersten Fall also die Erzählform im Vordergrund, geht es im zweiten darum, in synchroner wie diachroner Perspektive den Formwandel zu erfassen. Wirft man aber einen genaueren Blick auf die jeweils verschiedenen Erkenntnisinteressen, so wird schnell deutlich, dass diese nicht einen diametralen Gegensatz bilden (müssen), sondern gerade vor dem Hintergrund der Dynamisierung der Narratologie im Rahmen der new narratologies in ein fruchtbares Verhältnis zueinander gesetzt werden können. Zwei Anknüpfungspunkte bieten die new narratologies: zum einen das wachsende Interesse an kontextuellen Bezügen und zum anderen dasjenige an transgenerischen Fragen. Daraus ergibt sich ein breites Spektrum von Themen; in den Fokus rücken Fragen der sozialen Praxis im Umgang mit Texten (die Differenz zwischen Fiktionalität und Faktualität), gattungsspezifische Formen des Erzählens und u.a. die Narrativität genuin nicht-narrativer Gattungen (Lyrik, Drama). Diesen Fragen aus den Perspektiven der Gattungsforschung und der Narratologie nachzugehen, und somit das vielversprechende heuristische Potenzial einer Zusammenführung der Ansätze auszuschöpfen, ist das Ziel des Workshops.

Kontakt

Stefanie Roggenbuck (s.roggenbuck{at}uni-wuppertal.de)
Lukas Werner (lukas-werner{at}cantab.net)

Einzelheiten zum Programm finden Sie hier.