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Call for Papers: 18th Workshop on History and Memory of NS Concentration Camps

***english follows german***

Call for papers: 18. Workshop zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der
nationalsozialistischen Konzentrationslager: „Zwangsarbeit, Ausbeutung und
Kriegswaffenproduktion“

Ort und Datum: „Denkort Bunker Valentin“ Bremen-Farge, Lidicehaus Bremen, 31.08 – 04.09.2012

VeranstalterInnen: Kai Michael Becker, Noah Benninga, Dennis Bock, Henrike Illig, Agnieszka Ines Nikliborc in Zusammenarbeit mit dem Denkort „Bunker Valentin“ in Bremen-Farge und dem Institut für Kulturwissenschaften an der Universität Bremen, Prof. Dr. Inge Marszolek.

Deadline: 15.03.2012

Der Workshop
Der „Workshop zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager“ ist eine von DoktorandInnen selbst organisierte Tagung und findet bereits seit 1994 jährlich statt. Als transeuropäisches Diskussionsforum bietet er den TeilnehmerInnen die Gelegenheit, sich auszutauschen und aktuelle Forschungsvorhaben und -ergebnisse sowie die speziellen Probleme ihrer Forschung zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der NS-Konzentrationslager zu diskutieren. Dabei richtet er sich ausdrücklich auch an Forschende, die noch nicht in der akademischen Forschung oder in der Gedenkstättenarbeit etabliert sind.

Der nächste Workshop findet vom 31.08 – 04.09.2012 in Bremen statt und wird in Kooperation mit der 2011 errichteten Gedenkstätte „Denkort Bunker Valentin“ in Bremen-Farge, sowie der Universität Bremen durchgeführt.

Im Fokus unserer Diskussionen sollen drei Themenkomplexe stehen, die mit mehrmaligen Exkursionen zum „Denkort Bunker Valentin“ und seiner unmittelbaren Umgebung am historischen Ort beispielhaft vertieft werden sollen.

Thema des ersten Panels wird die Häftlingsarbeit im nationalsozialistischen Lagersystem sein. Daran anschließend soll die Ausbeutung der Häftlinge diskutiert werden. Der dritte Fokus unseres Workshops entspricht der historischen Funktion des Bunkers als Kriegswaffenproduktionsstätte. Dabei wollen wir unser Augenmerk sowohl auf die ökonomischen, als auch auf die sozialen und ideologischen Bedingungen und Folgen der nationalsozialistischen Häftlingsausbeutung und Kriegswaffenproduktion richten, die in Bremen-Farge exemplarisch sichtbar gemacht werden können. Es sollen Forschungsvorhaben vorgestellt und kritisch diskutiert werden, die sich mit diesen oder verwandten Themen beschäftigen. Hier einige stichpunktartige Anregungen:

  • Primat der Ideologie oder Primat der Ökonomie im System der nationalsozialistischen Zwangslager
  • „Vernichtung durch Arbeit“?
  • Entwicklungsgeschichte der Lager und Kriegswaffenproduktionsstätten
  • Die Rolle der deutschen Wirtschaft bei der Ausbeutung der Häftlingsarbeit
  • geschlechtsspezifische Aspekte der Zwangsarbeit und Ausbeutung: Arbeitsfelder,
  • Überlebensmöglichkeiten und –strategien
  • Dimensionen von TäterInnenschaft, Handlungsspielräume von TäterInnen,
  • ProfiteurInnen, ZuschauerInnen
  • Sichtbarkeit von Häftlingen und NS-Lagersystem in der Öffentlichkeit: Arbeitswege,
  • Zwangsarbeit an öffentlichen Orten
  • Schnittmengen zwischen Lager und Umwelt: „geteilte Arbeitsplätze“ (Zivile ArbeiterInnen in KZ bzw. KZ-Betrieben), wirtschaftliche Beziehungen, Versorgung
  • der Lager aus der unmittelbaren Umgebung, „Häftlingsverleih“
  • „Gesellschaft“ des Lagers / der Bunkerbaustelle
  • Organisationsstrukturen und Personalpolitik im nationalsozialistischen
  • Zwangslagersystem
  • Auswirkungen von Zwangsarbeit und Kriegswaffenproduktion auf die Häftlingsgesellschaft: System der „Funktionshäftlinge“, Hierarchien
  • Widerstand, Sabotage etc.
  • „Wunderwaffen“-Produktion in der Endphase des Krieges: militärische, ökonomische und ideologische Dimensionen
  • Entschädigungszahlungen, gesellschaftlicher Umgang mit ehemaligen ZwangsarbeiterInnen in der Nachkriegszeit
  • Wahrnehmung der Außenlager, Umgang mit Außenlagern nach 1945
  • Raum und Architektur in der Wahrnehmung und Erinnerung nach 1945

Idee und Konzept
Der Workshop verfolgt einen stark interdisziplinär geprägten Ansatz und richtet sich daher in gleicher Weise an HistorikerInnen, PsychologInnen, Sozial-, Sprach- und KulturwissenschaftlerInnen. In den letzten Jahren nahmen auch MedizinerInnen und GeographInnen erfolgreich teil und konnten durch ihre spezifischen Forschungsperspektiven und Erkenntnisinteressen wertvolle Beiträge zur gemeinsamen Diskussion leisten. An diese interdisziplinäre Vorgehensweise wollen wir als neues Organisationsteam anknüpfen.

Der Workshop besitzt Werkstattcharakter, daher sollen nicht fertige Ergebnisse, sondern die Diskussion von Forschungsfragen und -ansätzen, sowie der Austausch über Forschungsprobleme im Vordergrund stehen. Ziel ist es dabei insbesondere, eine hierarchieund konkurrenzfreie Diskussionsatmosphäre zu schaffen. Die maximal 20-minütigen Referate
sollen entsprechend jeweils den Einstieg in die 30-minütige Diskussion ermöglichen. Workshopsprachen sind deutsch und englisch, es wird eine Übersetzung geben. Die ReferentInnen verpflichten sich, im Vorfeld ein aussagekräftiges Paper (ca. 10 Seiten, deutsch mit englischem abstract oder englisch) an alle TeilnehmerInnen zu schicken.

Bewerbung
Wir bitten alle Interessierten, bis zum 15.03.2012 eine maximal zweiseitige Kurzfassung ihres geplanten Vortrags (deutsch mit englischem abstract oder englisch) sowie eine Kurzbiographie an folgende E-Mail-Adresse zu senden:
18.workshop.orgateam{at}googlemail.com

Die ausgewählten ReferentInnen werden bis zum 31.03.2012 benachrichtigt. Die Übernahme der Unterbringungs- und Reisekosten wird angestrebt. Die Beiträge und Ergebnisse des Workshops sollen wie in den vergangenen Jahren in einem Tagungsband publiziert werden.

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Call for papers: 18th workshop on history and memory of NS concentration camps: Forced Labor, Exploitation, War Production “Denkort Bunker Valentin” (“Submarine Bunker Valentin Memorial”) Bremen-Farge,

Lidicehaus Bremen, 31.08 – 04.09.2012

Organisation: Kai Michael Becker, Noah Benninga, Dennis Bock, Henrike Illig, Agnieszka Ines Nikliborc in collaboration with “Denkort Bunker Valentin“ and Institute for Ethnology and Cultural Research at the University of Bremen (Prof. Dr. Inge Marszolek).

Deadline: March 15, 2012

The Workshop
First launched in 1994, the annual “workshop on history and memory of NS concentration camps” is a self-organized research framework run by Ph.D. candidates and former participants. A well-established trans-European discussion forum, the workshop facilitates the scholarly exchange between participants through problem-oriented discussion on current research issues and research results regarding the history and memory of the NS concentration
camps. Young scholars who are not yet established in academic research and/or museological work are particularly invited to apply. This year’s workshop will be held from August 31 to September 4 in Bremen in collaboration with the “Denkort Bunker Valentin” (“Submarine Bunker Valentin Memorial”) and the University of Bremen.

Our discussions will revolve around the interrelated topics of forced labor, exploitation and war production and shall include various excursions to the historical sites of the “Bunker Valentin” and its surroundings.

The first panel of the workshop will take issue with forced labor in the National Socialist camp system. Subsequently, the different dimensions of the  exploitation of the prisoners in the NS camp system will be discussed. The third focus of the workshop will correspond with the historical function of the “Bunker Valentin” as a production site for weapons of war.
We intend to bring into focus the economic as well as the social and ideological premises and consequences of the national socialist war production. This can be exemplified in Bremen Farge, at the site of “Bunker Valentin” and its surroundings.
We invite contributions that critically deal with these or related topics. Some further (nonconclusive) suggestions:

  • The NS concentration and extermination camp system: Ideology vs. Economy
  • “Extermination through labor“?
  • The history and development of the camps / weapons of war production sites
  • The role of the German economy in the exploitation of forced labor
  • Gender specific aspects of forced labor and exploitation: types of forced labor,survival strategies and chances of survival
  • Dimensions of perpetration, agency and “Handlungsspielräume” of perpetrators,profiteers, bystanders and victims
  • Visibility of inmates and the NS camp system in the public / public dimension of inmates and the NS camp system: travel through the public sphere to forced labor sites
  • Overlap between camps and their surrounding environment: “shared places of work” (civilian workers in concentration camps and concentration camp production sites), economic relations: supply of the camps from the immediate surroundings, “outsourcing”of prisoner-labor
  • “camp society/prisoner society” / “construction site society”
  • Organizational structures and personnel policy in the NS camp system
  • Ramifications of forced labor and war production on the “camp society/prisoner society”: system of “prisoner functionaries”, hierarchies
  • Resistance, sabotage
  • “Wunderwaffen” (“wonder weapon”) production in the final stage of the war: military, economic and ideological dimensions
  • Postwar dimension: reparations, former forced laborers and their relations with society
  • Perception of subcamps, social dealings with the subcamps after 1945
  • Perception and memory of space and architecture after 1945

Idea and Concept
The workshop pursues a pronouncedly interdisciplinary approach; it is therefore addressed equally to historians, psychologists, social scientists, linguists and cultural scientists. In recent years physicians and geographers have also successfully participated in the workshop, adding their specific research perspectives, approaches and interests and thus making valuable contributions to the discussion; continuing this fruitful interdisciplinary approach is one of our
main objectives, as well as preserving the open spirit of cooperation, exchange of information and debate.

Considering the workshop character of the event, we do not ask for the presentation of completed work, but rather for insights in current research, and discussions of research problems and open questions. The creation of an atmosphere free of hierarchy and competition has been one of the most valuable traditions of the workshop and it is of particular importance to us to continue in this spirit.

Application
Talks should not exceed 20 minutes, with an ensuing discussion of 30 minutes. Workshop languages will be German and English, and simultaneous translation will be provided.
Contributors are obliged to send a meaningful paper (ca. 10 pages, in German with an English abstract or in English) to all participants prior to the workshop.
We ask all applicants to send an abstract of two pages maximum (in German with a short English summary or in English) together with a short biography until March 15, 2012 to the following address: 18.workshop.orgateam{at}googlemail.com.

Applicants will be informed about their inclusion in the workshop until March 31, 2012. We expect to be able to cover the costs for accommodation and travel. Traditionally, the contributions to the workshop are subsequently published.