Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Datum: 27.-28. September 2019

Ort: Wuppertal

von Lea Espinoza Garrido und Julia Wewior

 

Vom 27.-28. September 2019 fand das 9. Graduiertenforum Narratologie zum Thema „Current Trajectories in Narrative Research“ im Gästehaus der Bergischen Universität Wuppertal statt. 23 angemeldete Teilnehmer*innen, davon 13 vortragende Doktorand*innen von den Universitäten Freiburg, Münster und Wuppertal referierten und diskutierten ihre Forschungsergebnisse auf Deutsch und Englisch.

Während es zwischen allen Panels thematische und methodologische Überschneidungen gab, wurden die Panels bewusst interdisziplinär und interinstitutionell gewählt, um neue Ideen und Perspektiven für die Erzählforschung zu gewinnen. Die Bandbreite der Beiträge reichte von Metalepsen im Artusroman bis zu Erzählpraktiken auf Twitter, von der erzähltheoretischen Analyse von Kulturkritiken und Archivierungspraktiken bis zu der von postpost-9/11 TV-Serien, von niederländischen Romanen der neuen Sachlichkeit bis zu karibischen Prekaritätserzählungen, von der Analyse der Präsenzerzählung bis zu aktuellen erzähltheoretischen Ansätzen, wie z.B. dem des Ecocritical Reading. Die Vortragenden und Chairs, die sich aus Mitgliedern der „AG-Erzählforschung” Wuppertal, des Graduiertenkollegs „Fiktionales und Faktuales Erzählen” Freiburg, der Graduate School “Practices of Literature” Münster sowie des Graduiertenkollegs „Literarische Form“ Münster zusammensetzten, vertraten sieben wissenschaftliche Disziplinen (Anglistik, Amerikanistik, Germanistik, Sozialwissenschaften, Romanistik, Niederlandistik, Mediävistik).

Eröffnet wurde die Konferenz von Prof. Dr. Scheffel in seiner Doppelfunktion als Prorektor für Forschung, Drittmittel und Graduiertenförderung und als Vorstandsmitglied des Zentrums für Erzählforschung (ZEF) der Bergischen Universität Wuppertal. Gerahmt wurden die Panels durch eine aktive Kaffeepause mit dem Hochschulsport der BUW und einem gemeinsamen Abendessen am Freitag sowie durch einen Netzwerkl(a)unch am Samstag. Der Netzwerkl(a)unch wurde dazu genutzt, das erste deutsche Nachwuchsnetzwerk im Bereich der Erzählforschung zu gründen und zu besprechen, wie dieses Netzwerk strukturiert und langfristig ausgebaut werden sollte, um die Mitglieder in ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit am sinnvollsten zu unterstützen. Auf der geplanten Website werden dazu derzeit Profile der Promovierenden angelegt und an das Symposium anknüpfende gemeinsame Folgeveranstaltungen geplant. Als erste dieser weiterführenden Veranstaltungen ist Ende Januar 2020 ein gemeinsamer Workshop zu „Ecocriticism und Econarratology“ mit Teilnehmer*innen der Universitäten Wuppertal, Münster, Augsburg, Passau, Köln und Bonn geplant. Zudem hat sich das Freiburger Graduiertenkolleg bereits bereiterklärt, das nächste Symposium 2020 auszurichten.

Die Organisatorinnen Lea Espinoza Garrido und Julia Wewior möchten sich sehr herzlich beim Zentrum für Graduiertenstudien, insbesondere bei Dr. Julian Hanebeck und seinem Team, und beim Zentrum für Erzählforschung, insbesondere bei Prof. Dr. Katharina Rennhak, bedanken, ohne deren finanzielle und allgemeine Unterstützung dieses Symposium nicht möglich gewesen wäre.