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17. International Winter Eicosanoid Conference

Nadja Kampschulte und Malwina Mainka bei der 17. International Winter Eicosanoid Conference

Datum: 11. - 13. März 2018

Ort: Baltimore, MD, USA

von Nadja Kampschulte

 

Die 17. Winter Eicosanoid Conference wurde vom 11. – 13. März 2018 in Baltimore, USA, veranstaltet. Durch eine Förderung des Zentrums für Graduiertenstudien der Bergischen Universität war es mir möglich, an dieser Fachtagung, eine der renommiertesten im Bereich der Eicosanoid-Forschung, teilzunehmen. Eicosanoide sind als Lipid-Mediatoren an der Regulation vieler physiologischer Prozesse wie Entzündung oder Gefäßtonus beteiligt. Ihre Wirkmechanismen, Bildungs- und Abbauwege sowie eine Modulation dieser sind unter anderem aus pharmakologischer Sicht von größtem Interesse.

In Form eines Posters mit dem Titel „Inhibition of the CYP branch of the arachidonic acid cascade by food polyphenols” stellte ich erste Ergebnisse meines Dissertationsprojektes auf der Tagung vor. Dabei konnte ich zeigen, dass einige der von mir untersuchten Lebensmittelinhaltsstoffe die Bildung von Eicosanoiden durch Cytochrom-P450-Monooxygenasen in vitro mit ähnlicher Wirkung modulieren wie bekannte pharmakologische Wirkstoffe. Durch die Diskussionen im Rahmen der Posterpräsentation erhielt ich hilfreiches Feedback anderer Wissenschaftler und hatte die Möglichkeit, meine Ideen für weitere Projekte mit führenden Forschern des Feldes zu diskutieren.

In neun Vortragssessions wurden auf der Konferenz neuste Ergebnisse verschiedenster Bereiche der Eicosanoid Forschung vorgestellt. Für mich und meine Arbeit besonders spannend waren unter anderem ein Beitrag über Forschungsergebnisse zu Darmkrebs im Zusammenhang mit durch Cytochrochrom-P450-Monooxygenasen gebildeten Eicosanoiden sowie ein Vortrag darüber, wie bekannte Medikamente die Bildung von Eicosanoiden auf neuen Wegen modulieren und damit im Konkreten das Wachstum von Brusttumorzellen verhindern. Die Konferenz schloss mit einem herausragenden Vortrag von Prof. Dr. William Campell, in dem er seine umfassenden Arbeiten zu den Wirkmechanismen von Eicosanoiden bei der Regulation des Gefäßtonus anschaulich zusammenfasste.

Insgesamt war die 17. Winter Eicosanoid Conference eine intensive Tagung mit sehr fachspezifischen Inhalten. Dabei bot sich die einzigartige Möglichkeit, von erfahrenen Wissenschaftlern des Feldes zu lernen und neue Eindrücke der gesamten Breite der Forschung zu erhalten. Der Umstand, dass die Konferenz in einem vergleichsweise kleinen Rahmen stattfand, begünstige eine familiäre Atmosphäre und ermöglichte persönlichen Kontakt und regen Austausch aller Teilnehmer, sodass ich viele neue Ideen für mein Promotionsprojekt mit nach Wuppertal bringen konnten.