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ServDes. Service Design and Innovation Conference

Datum: 18. - 20. Juni 2018

Ort: Mailand, Italien

von Andrea Augsten 

Die ServDes Conference „Proof of Concept“ fand vom 18. - 20. Juni an der Politecnico Universität in Mailand, Italien statt. Dank der Förderung des Zentrums für Graduiertenstudien der Bergischen Universität war es mir möglich, an dieser renommiertesten Konferenz im Bereich Service Design teilzunehmen, und in diesem Rahmen bisherige Forschungsergebnisse vorzustellen, zu überprüfen und meinen Kenntnisstand zu erweitern.

In Form eines Workshops mit dem Titel „Humanizing the organization“ moderierte ich gemeinsam mit Forscherinnen der Universität Lapland, der Aalto Universität Helsinki und der Universität Berkeley in Kalifornien einen 75-minütigen Workshop. Ziel war es, die Anwendung von aktuellen Designmethoden, auch bekannt als Design Thinking oder Service Design, und ihre Wirkung im organisationalen Kontext zu überprüfen. Gemeinsam haben wir im Vorfeld Konzept, Unterlagen und Forschungsfragen konkretisiert und erfolgreich durchgeführt.

Zu Beginn des Workshops mit 40 Teilnehmern stellte ich erstmalig bisherige Ergebnisse meines Dissertationsprojektes vor. Dabei konnte ich zeigen, dass besonders die Einführung von Designmethoden ohne eine angepasste Organisationskultur Hürden hervorruft, die Arbeitsergebnisse negativ beeinflussen. Für den Workshop wurden zehn organisationale Hürden exemplarisch vorgestellt. Nach einer kurzweiligen Einführung wurde der Workshop interaktiv und die Teilnehmer haben in Kleingruppen von 5 Personen mit Hilfe der von uns entwickelten Methoden die vorgestellten Hürden in neue Lösungskonzepte verwandelt. Sie haben dabei besonderen Fokus auf die Aspekte eines human-centered Designansatzes gelegt. Durch die hohe Interaktion im Workshop gelang es mir, meine Ideen für weitere Projekte mit führenden Forschern des Feldes zu diskutieren und wertvolles Feedback zu erhalten.

Insgesamt war die ServDes Konferenz eine intensive Tagung mit sehr internationalem Publikum. Die offene, herzliche und warme italienische Atmosphäre hat es mir ermöglicht, viele neue Kontakte zu knüpfen, andere persönliche Kontakte zu festigen und meine Forschung kritisch zu diskutieren, was mich für den nun beginnenden Endspurt der Promotion motiviert.