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25th International Medieval Congress

Datum: 02. – 05. Juli 2018

Ort: Leeds, Großbritannien

Titel des Konferenzbeitrags: „Life of Pope Leo IX: Memory of a Saint and Apology of a Zealous Reformer“

von Francesco Massetti

Vom 02. – 05.07.2018 fand an der University of Leeds (Großbritannien) der 25. „International Medieval Congress“ (IMC) mit dem Hauptthema „Memory“ statt. Dabei handelt es sich um eine durch das „Institute for Medieval Studies“ der University of Leeds jährlich organisierte Konferenz für GeisteswissenschaflterInnen, deren Interesse auf der Forschung des europäischen und mediterranen Mittelalters (500-1500) liegt. An dieser Konferenz nehmen regelmäßig über 2.000 registrierte WissenschaftlerInnen und Studierende teil und das IMC stellt demnach nicht nur die größte jährliche Konferenz für ein Fach in Großbritannien, sondern auch die größte jährliche Veranstaltung im Bereich der mittelalterlichen Geschichte in ganz Europa dar. Besonders beeindruckend sind die Zahlen der diesjährigen Edition: Mit der Teilnahme von ca. 2.900 WissenschaftlerInnen aus über 60 Ländern und die Vorstellung von etwa 2.200 Papers hat sich das IMC als die größte Konferenz im Bereich Mediävistik in der ganzen Welt etabliert. Dementsprechend habe ich die Möglichkeit gehabt, meine Forschungsergebnisse mit einem breiten Publikum von WissenschaftlerInnen zu teilen sowie bedeutende Kontakte mit anderen europäischen und amerikanischen AkademikerInnen zu knüpfen.

Im Panel „The Lives of the Medieval Popes: Memory and Construction“, bei dem ich unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Jochen Jorendt (Bergische Universität Wuppertal) zusammen mit Stephan Pongratz (LMU München), Wendan Li (FU Berlin) und Prof. Longguo Li (Peking University) vorgetragen habe, ist das Konferenzthema im Forschungsbereich der päpstlichen Lebensbeschreibungen behandelt worden. In meinem Vortrag „Life of Pope Leo IX: Memory of a Saint and Apology of a Zealous Reformer“ habe ich die bedeutendste Lebensbeschreibung Papst Leos IX., die sogenannte Touler Vita (ca. 1050-1060), kurz eingeleitet und bin anschließend auf deren hagiographische Strategie näher eingegangen. Insbesondere habe ich gezeigt, dass bei der Darstellung des päpstlichen Kriegszugs gegen die Normannen, der mit der katastrophalen Niederlage von Civitate (18. Juni 1053) endete, der Hagiograph den tatsächlichen Ablauf der Ereignisse erheblich überarbeitet hat, um den Papst als makelloses Vorbild portraitieren zu können.

Ganz herzlich möchte ich mich beim Zentrum für Graduiertenstudien bedanken, das mir durch das Konferenzstipendium die Teilnahme am International Medieval Congress ermöglicht hat.