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7. Diskussionsforum Linguistik

Quelle: © Literaturhaus München

Datum: 17. - 18. November 2017

Ort: München

von Jessica Diebowski

Das zweitägige Diskussionsforum Linguistik mit dem Rahmenthema ‚Mehrsprachigkeit und Variation‘ fand vom 17.11.2017 bis zum 18.11.2017 in der Seidlvilla in München statt. Es wurde von Prof. Daniel Holl (Ludwig-Maximilians-Universität München), Prof. Caroline Trautmann (Ludwig-Maximilians-Universität München), Prof. Barbara Sonnenhauser (Universität Zürich) und Prof. Patrizia Noel (Otto-Friedrich-Universität Bamberg) organisiert. Das Diskussionsforum hat seinen Erfolg der Vielfalt an unterschiedlichen Beiträgen zum o. g. Rahmenthema ‚Mehrsprachigkeit und Variation‘ sowie den folgenden zwei Workshops ‚Code-switching und Entlehnung‘ und ‚Mehrsprachigkeit diachron – Syntax und Morphosyntax‘ zu verdanken.

Viele Doktoranden und Habilitanden aller linguistischen Richtungen und Philologien reisten aus Deutschland, Österreich, Frankreich und England an und stellten in Präsentationen ihre aktuellen Forschungsarbeiten oder auch ihr work in progress vor und diskutierten über die Erkenntnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeiten. Neben dem wissenschaftlichen Austausch ist der Aufbau von Kontakten und Netzwerken eine weitere Besonderheit des Diskussionsforums. Das Ziel ist es, den wissenschaftli¬chen Austausch unter den Nachwuchslinguisten auch über die Grenzen der eigenen Disziplin hinaus zu fördern.
Das 7. Diskussionsforum mit dem Rahmenthema ‚Mehrsprachigkeit und Variation‘ fokussierte sich u. a. auf den Bereich der Manifestationen von Variation im mehrsprachigen Kontext und die Herausforderungen sowohl gebrauchsbasierter als auch systemorientierter Zugänge. Die folgenden Fragestellungen standen im Vordergrund der Veranstaltung:
•     Wie hängen Sprachsystem und Sprachgebrauch hier zusammen?
•     Manifestiert sich Variation etwa nur im Sprachgebrauch, ist aber dennoch systemhaft?
•     Welche Fragestellungen bieten sich v. a. für die diachrone Perspektive an?
Im Diskussionsforum wurden diese Fragestellungen unter Berücksichtigung von unterschiedlichen theoretischen Zugängen, Methodiken und konkreten Fallstudien kritisch diskutiert.

Dieses Jahr wurden zwei Sprachwissenschaftler eingeladen, die seit mehreren Jahren im Bereich der Mehrsprachigkeit in Daghestan und der syntaktischen Relatinisierung im Französischen und Spanischen forschen, Prof. Diana Forker (Universität Jena) und Prof. Adreas Dufter (LMU München).

Die Vorträge dauerten 20 Minuten, gefolgt von zehnminütigen Diskussionsrunden, in denen die Teilnehmenden vielfältiges und konstruktives Feedback erhalten haben. Die in den Vorträgen behandelten Sprachen reichten von Spanisch und Italienisch über Englisch und Deutsch bis hin zu Russisch.

Die lebhaften Diskussionen im Anschluss an die Vorträge profitierten davon, dass die TeilnehmerInnen aus den verschiedensten Regionen der Welt und aus unterschiedlichen linguistischen Richtungen und Philologien stammen und so die vielfältigen Ergebnisse zu unterschiedlichen Sprachen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten konnten.

Auch meine Präsentation wurde mit großem Interesse diskutiert, sodass ich wertvolle Anregungen zu weiteren Aspekten meiner Arbeit erhalten habe. Ich danke daher dem ZGS für die finanzielle Unterstützung dieser Reise nach München. Ohne diese Unterstützung hätte ich nicht die Gelegenheit gehabt, meine Forschungsergebnisse mit einem internationalen Publikum diskutieren und publizieren zu können. Zudem habe ich neue Kontakte zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern knüpfen können, die an ähnlichen Themen arbeiten.