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Maigreur et minceur dans les sociétés anciennes – Grèce, Orient, Rome

Datum: 16. - 17. März 2017

Ort: Toulouse, Frankreich

von Peggy Leiverkus

Vom 16. bis 17. März habe ich als Zuhörerin an dem internationalen Kolloquium „Maigreur et minceur dans les sociétés anciennes – Grèce, Orient, Rome“ an der Université Toulouse Jean-Jaurès teilgenommen.

Das Kolloquium war interdisziplinär ausgerichtet und ermöglichte verschiedene Sichtweisen aus den Fachgebieten Literaturwissenschaft, Geschichte und Archäologie auf die Thematik des „Dünn- und Magerseins“. Die Ernährung im Ägypten des 2. Jahrtausends v. Chr. spielte dabei eine genauso große Rolle wie die ideale Körperform aus Sicht der griechischen Medizin oder das „Dünnsein“ in römischen dramatischen Texten.

In meiner Dissertation beschäftige ich mich mit der Ernährung in dem Werk „Metamorphosen“ des römischen Dichters Ovid. Die Schnittstelle zu dem Kolloquium liegt im Bereich der Ernährung und speziell der Nahrungsmittel. Da ein Großteil der Vorträge auf Französisch gehalten wurde und auf nicht-französische Teilnehmer keine besondere Rücksicht genommen wurde, konnte ich von den Präsentationen inhaltlich nicht besonders viel profitieren.

Ich hatte jedoch die Ehre, den emeritierten Professor John Wilkins persönlich kennenzulernen, der ein Experte auf dem Gebiet des Essens und der Ernährung in der griechischen Antike ist. Mit ihm konnte ich ein langes, sehr fruchtbringendes Gespräch über die Thematik meiner Arbeit führen, zumal Ovids Text an einigen von mir untersuchten Stellen stark von der griechischen Literatur beeinflusst wird. Mr Wilkins eröffnete mir nicht nur neue Perspektiven auf den Text, sondern lud mich auch ein, an weiteren themenspezifischen Konferenzen teilzunehmen, während des Fortschrittes meiner Arbeit mit mir im Austausch zu bleiben und mich mit anderen Kollegen bekanntzumachen, die mir ebenfalls bei meiner Arbeit weiterhelfen können.

Ich habe auch weitere Doktoranden kennengelernt, deren Arbeiten Schnittstellen mit meiner eigenen aufweisen und deren Werdegang meinem eigenen gleicht. Dieser Austausch hat mich persönlich sehr bereichert und meine Motivation in Bezug auf meine weitere wissenschaftliche Arbeit gestärkt.

Somit war die Teilnahme an der Konferenz für mich vor allem im Bereich des Networkings sehr wertvoll. Gleichzeitig bin ich nun, was meine Dissertation angeht, sensibilisiert für Details und Perspektiven, die mir vorher verschlossen waren.