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Sommerkurs/Kolloquium des Mitteleuropäischen Instituts für Philosophie (SIF)

Datum: 21. April 2017

Ort: Prag, Tschechien

Beitrag: zum Thema „Die Philosophie der Kunst bei Martin Heidegger“

von Ahad Pirahmadian

Die Sommerkurse und Kolloquien im „Central-European Institute of Philosophy“, die von Prof. Dr. Hans Rainer Sepp und Prof. Dr. Karel Novotný (Karls Universität Prag, Fakulta humanitních studií) geleitet werden, geben den Studenten die Gelegenheit, ihre Projekte in einem internationalen Kontext vorzustellen.

Die Fakultät „Mitteleuropäisches Institut für Philosophie“ (SIF) hat in ihrem Programm die Förderung der „transdisziplinären und interkulturellen Aspekte sowie die internationale Zusammenarbeit“ festgeschrieben. In diesem Sinne finden in der Fakultät regelmäßig Tagungen und Kolloquien statt. Dadurch erhalten die Doktoranden und die Wissenschaftler die Möglichkeit, sich über die neuesten Forschungserkenntnisse in ihrem Fachgebiet auszutauschen. Die Themengebiete des Zentrums der Phänomenologischen Forschung sind ihrer Natur nach sehr facettenreich. Ich durfte an einer dieser Tagungen teilnehmen und habe zum Thema »Die Philosophie der Kunst bei Martin Heidegger« einen Vortrag gehalten. In meinem Beitrag ging es einerseits um die Argumente für die Ursprünglichkeit der „ästhetischen Erfahrung“ und andererseits um die Wirkung der Kunst, oder besser gesagt über ihre »Spur«, die zu den Anderen führt und auf gewisse Weise und unter bestimmten Umständen mit moralischer Verantwortlichkeit verbunden ist.

Über einige Stationen der berühmten Kunsttheorien und Interpretationsansätze, etwa ›Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit‹ von Walter Benjamin u. a., die zu den maßgeblichen Beiträgen zur philosophischen Ästhetik des zwanzigsten Jahrhunderts gehören, bin ich zu Heideggers Kunstwerkabhandlung gegangen.

»Der Ursprung des Kunstwerkes« gehört zum zweiten Abschnitt des Weges Heidegger und ist für Heideggers Spätphilosophie zentral. Dabei folgte ich Heideggers Schritten und bin zunächst auf die Struktur der Gedankenführung der Abhandlung eingegangen. In einem zweiten Schritt versuchte ich kurz, Heideggers spätere Auffassung von der Kunst zu skizzieren, welche in der Auseinandersetzung mit den Werken von Paul Cézanne und Paul Klee entstanden ist. Die konstruktiven Gespräche nach der Präsentation führten zu interessanten Denkanstößen für mein Forschungsvorhaben.